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Weinhandel Brigitte Rau / online-Shop, Versandhandel

Hilfreiche Informationen

Auswahlmenu: 

Versandkosten , Zahlungsmöglichkeiten , Vorausüberweisung zu Postbank oder Sparkasse ,
PayPal - Kreditkartenzahlung , Abwicklung, Erreichbarkeit, Bearbeitungsdauer ,
Übliche Lieferzeiten , Paket und Versicherung , Geschenkkarton und Holzkiste ,
Trinkbarkeit, Geschmack, Lagereigenschaften, Füllstand , Depot und Weinstein ,
Echtheit, auch ohne Zertifikat , Das Feld 'Sonstiges' im Bestellformular ,
Weinliste , Qualitätsweinstufen in Deutschland , Rebsorten , Jahrgangswein ,
Spanien - Reserva und Gran Reserva , Italien - DOC, DOCG, Riserva ,
Frankreich - Appellation Controlée, Grand Cru, Premier Cru, Grand Cru Classé ,
Bordeaux-Klassifizierung ( Médoc , Saint-Emilion , Graves , Pomerol , Sauternes ) ,
Cru Bourgeois , Burgund-Klassifizierung , Gespritete Südweine , Portwein .

Die Auflistung unserer Geschäftsdaten finden Sie unter   Impressum und Geschäftsbedingungen .
Weinlisten:  www.jahrgangswein.com/jahrgangswein.htm  oder  www.weinhandel-rau.de/weine.htm

Versandkosten: 

Wir verschicken die Weinpakete mit "Deutsche Post / DHL" und berechnen
maximal den Wert der Versandmarken aus der Filiale der Deutschen Post.

DHL-Paketmarke für ein Paket (versichert) ...
nach Deutschland: 5,50 €
nach Deutschland per Nachnahme: 10,00 €
nach Österreich und in andere EU-Länder: 13,00 €
in die Schweiz und nach Liechtenstein: 28,00 €
Leider wurden die Versandpreise für diese Nicht-EU-Länder deutlich erhöht !
Option bis 2kg: Welt-Päckchen (siehe unten)

Für andere Länder (weltweit, Nicht-EU): bitte per eMail erfragen

Bitte beachten Sie, dass es im Bestimmungsland keine Verbote oder Einschränkungen für eine Weinlieferung geben sollte. Wir verschicken zum Beispiel keine Weinpakete in die USA !
(Please consider that shipping wine to the country of destination should not be prohibited
or restricted. For example, we do not ship wine to the USA !)

Die Versandkosten für Österreich gelten auch für folgende EU-Länder:
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien,
Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern.

Bitte erwähnen Sie im Bestellfeld  Sonstiges  , falls die nachfolgend
aufgelistete Versandart "internationales Päckchen" gewünscht wird.

Versandkosten für ein ...
EU-Päckchen: 8,50 €
Welt-Päckchen: 13,50 €
Päckchen sind nicht versichert und das maximale Gewicht beträgt 2kg.
Somit nicht realisierbar für mehrere Flaschen oder eine Flasche mit Holzkiste.
Der unversicherte Versand erfolgt nur auf Wunsch und Risiko des Kunden !!!

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Zahlungsmöglichkeiten: 

Den Versand auf Rechnung bieten wir üblicherweise nur uns bekannten Kunden an.

Zahlungsmöglichkeiten für Kunden aus Deutschland:
Nachnahme (Barzahlung bei Paketzustellung)
Vorauszahlung auf unser Bankkonto (siehe unten bei  Postbank oder Sparkasse )
Kreditkartenzahlung via PayPal (siehe unten bei  PayPal )

Zahlungsmöglichkeiten für internationale Kunden:
Vorauszahlung auf unser Bankkonto (siehe unten bei  Postbank oder Sparkasse )
Kreditkartenzahlung via PayPal (siehe unten bei  PayPal )

Mehrwertsteuer:
Die Weinpreise unserer Internetliste enthalten 19% deutsche Mehrwertsteuer. Für den Versand berechnen wir maximal den Wert der DHL-Paketmarken aus der Filiale der Deutschen Post. Umsätze dieser Wertzeichen sind gemäß § 4 Nr. 8 i UStG umsatzsteuerbefreit. Bei EU-gewerblichen Bestellungen (mit Umsatzsteueridentnummer außerhalb Deutschlands) und bei Lieferungen in das Nicht-EU-Gebiet ziehen wir die deutsche Mehrwertsteuer ab. Bei der Paketzustellung im Nicht-EU-Gebiet wird möglicherweise eine Abgabe (Zollgebühr, Mehrwertsteuer im Bestimmungsland) vom Empfänger verlangt, abhängig von den Zollbestimmungen im jeweiligen Land.

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Vorausüberweisung zu Postbank oder Sparkasse: 

Die Bankverbindungen sind nicht im Internet angegeben, da wir eine Bestellung zunächst persönlich prüfen und bestätigen möchten. Im Interesse der Kunden, möchten wir bestellte alte Weine, die meist nur in geringer Menge oder als Einzelflasche je Sorte vorrätig sind, erneut kurz ansehen, bevor wir unsere Bankkontodaten (für internationale Kunden mit IBAN und BIC) mailen. Werktags (und oft auch am Wochenende) erfolgt die Rückmeldung normalerweise innerhalb von 24 Stunden. Die Laufzeit einer Überweisung beträgt innerhalb Deutschlands üblicherweise 1 - 2 Werktage, international dauert es bis zur Gutschrift oft etwas länger, aber EU-intern klappt es heutzutage sicherlich schneller als es vor einigen Jahren der Fall war. Normalerweise erfolgt der Versand einen Werktag, nachdem wir die Gutschrift erhalten haben.
Die Gutschrift kann innerhalb Deutschlands schneller erfolgen, wenn Sie auch ein Konto bei Postbank oder Sparkasse haben und auf unser Konto bei der entsprechenden Bank online überweisen. Postbank-intern klappt es erfahrungsgemäß sogar sofort, bei Überweisungen von Sparkasse zu Sparkasse gibt es regionale Unterschiede, aber oft wird innerhalb von 24 Stunden gutgeschrieben.
Es gilt aber allgemein für Überweisungen: Wenn Sie uns eine Überweisungsbestätigung Ihrer Bank mailen oder faxen, zum Beispiel die originale Auftragsbestätigung bei online-Banking oder die Überweisungsquittung, können Sie die Abwicklung möglicherweise beschleunigen. Wir verschicken in diesem Fall auch bevor die Gutschrift erfolgt ist, allerdings bleibt die Ware laut Rechnung bis zum Zahlungseingang unser Eigentum.

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Kreditkartenzahlung via PayPal: 

( www.paypal.de , www.paypal.at , www.paypal.ch , www.paypal.com )

Bitte beachten Sie, dass auch bei dieser Zahlungsweise zunächst eine persönliche Ansicht einer Bestellung erfolgt, bevor wir die Daten für eine PayPal-Zahlung mailen, d.h. eine sofortige Zahlung beim Bestellvorgang ist nicht möglich. Im Interesse der Kunden, möchten wir bestellte alte Weine, die meist nur in geringer Menge oder als Einzelflasche je Sorte vorrätig sind, erneut kurz überprüfen, bevor wir eine Bestellung bestätigen. Werktags (und oft auch am Wochenende) erfolgt die Rückmeldung normalerweise innerhalb von 24 Stunden.

PayPal ist ein seriöser Finanzdienstleister der ebay AG, der es auch kleinen Firmen vergleichsweise kostengünstig ermöglicht, eine Kreditkartenzahlung anzubieten. PayPal-Deutschland akzeptiert Visa und MasterCard, zudem ist meist auch American Express möglich.

Abwicklung: Eine gewisse Erfahrung im Umgang mit dem Internet sollte bei der PayPal-Nutzung gegeben sein ! Nach einer persönlichen Ansicht Ihrer Bestellung, erhalten Sie eine Zahlungsanforderung per eMail, mit wichtigen Informationen, die zur PayPal-Anmeldung für die entsprechende Transaktion führen. Neue PayPal-Nutzer können ein PayPal-Konto (Anschrift, eMail-Adresse, Passwort, ... ) mit Kreditkarte als Zahlungsart kostenlos einrichten und den angeforderten Betrag dann bezahlen. PayPal mailt eine Benachrichtigung, dass eine Gutschrift auf unser PayPal-Konto erfolgt ist und die Ware kann üblicherweise am nächsten Werktag verschickt werden. Durch das Anmelden bei PayPal entstehen keine zukünftigen Verpflichtungen. Daten werden verschlüsselt übertragen und unter den Datenschutzbestimmungen gespeichert.

Hinweis: PayPal möchte mit einem strengen Akzeptanzverfahren für mehr Sicherheit sorgen und daher kann es in seltenen Fällen, bei einer Fehleinschätzung, leider zu einer Ablehnung einer gültigen Kreditkarte oder zu einer verzögerten Registrierung kommen.

Kosten für Kreditkartenzahlungen aus Nicht-EURO-Ländern abhängig vom Kaufbetrag:
Bei Zahlungen, die nicht in EURO erfolgen, werden uns höhere prozentuale Gebühren abgezogen. Diese Kosten stellen wir, je nach Kaufbetrag (Warenwert + Versandkosten), abgerundet in Rechnung:
ab 20 €: 0,50 €
ab 40 €: 1,00 €
ab 60 €: 1,50 €
ab 80 €: 2,00 €
ab 100 €: 2,50 €
ab 120 €: 3,00 €
ab 140 €: 3,50 €
ab 160 €: 4,00 €
ab 180 €: 4,50 €
ab 200 €: 5,00 €
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Abwicklung, Erreichbarkeit, Bearbeitungsdauer: 

Der Verkauf der Jahrgangsweine ist für den Versandhandel und die online-Abwicklung ausgerichtet. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir den relativ kleinen online-Shop nicht ganztägig betreiben und eine telefonische Erreichbarkeit im Büro nur sporadisch gegeben ist. Online-Bestellungen und Anfragen per eMail werden üblicherweise innerhalb eines Tages beantwortet. Bitte kontaktieren Sie uns erneut, wenn Sie werktags innerhalb von 24 Stunden keine Rückmeldung erhalten, denn eine technische Störung kann man leider nicht völlig ausschließen. Schauen Sie ggf. bitte auch im Spam-Ordner Ihrer eMail-Anwendung nach. Im Interesse der Kunden, möchten wir bestellte alte Weine, die meist nur in geringer Menge oder als Einzelflasche je Sorte vorrätig sind, erneut kurz überprüfen, bevor wir eine Bestellung bestätigen, da man eine Veränderung des Lagerzustandes, seit der letzten Ansicht, leider nicht ganz ausschließen kann. Eine Sofortzahlung, ohne persönliche Bearbeitung einer Bestellung, bieten wir daher nicht an. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir den Verkauf rarer Jahrgangsweine nicht von einem kurzfristigen Liefertermin abhängig machen möchten. Bestellungen, die zum Beispiel nur bei Auslieferung innerhalb von 2 Tagen gelten sollen, werden wir nicht annehmen, denn für einen häufigen Transport oder eine zweiwöchige Postlagerung bei Nichtannahme sind die alten Weine nicht geeignet. Wir sind im Sinne des Kunden sehr an einer schnellen Abwicklung interessiert, aber für Lieferzeiten können wir leider nicht garantieren.

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Übliche Lieferzeiten: 

Der Versand erfolgt normalerweise am nächsten Werktag nach dem entsprechenden Zahlungseingang. Nachnahme-Pakete verschicken wir möglichst einen Werktag nach der Bestellung, allerdings kann es sich auch mal um einen Tag verzögern, weil wir diese Pakete leider nicht mehr in der kleinen, örtlichen Poststelle abgeben können. Üblicherweise verschicken wir die Weinpakete nicht direkt vor einem Wochenende oder Feiertagen, damit die Transportzeit nicht länger als notwendig ist, besonders bei sehr warmem oder kaltem Wetter.

Die Lieferzeit der Post / DHL beträgt für Deutschland normalerweise 1 - 2 (selten 3) Werktage, für Österreich 3 - 5 Werktage und in die Schweiz etwa 4 - 6 Werktage. Wir möchten gerne erwähnen, dass diese Lieferzeiten erfahrungsgemäß zumeist eingehalten werden, aber trotzdem ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir keinen Einfluss auf die Lieferzeiten von Post / DHL haben und es in Ausnahmefällen leider zu Verzögerungen kommen kann. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir den Verkauf rarer Jahrgangsweine nicht von einem zu kurzfristigen Liefertermin abhängig machen möchten, denn für einen häufigen Transport oder eine zweiwöchige Postlagerung bei Nichtannahme sind die alten Weine nicht geeignet. Die teuere Versandart 'Express' bieten wir derzeit nicht an, denn die Einhaltung der Express-Lieferzeit hat nicht konstant geklappt, überraschenderweise war ein zeitgleich verschicktes 'normales Postpaket' manchmal schneller unterwegs.

Wichtig: Wir mailen vor dem Versand eine kurze Information. Sie haben dadurch einen Anhaltspunkt, wann die Zustellung etwa erfolgen könnte. Bei Abwesenheit sollte der Paketzusteller bei Ihnen eine Benachrichtigung zur Abholung bei der nächsten Poststelle hinterlassen oder das Paket vielleicht einem vertrauten Nachbarn übergeben. Bitte informieren Sie uns, wenn auch ca. 2 Tage nach der üblichen Lieferzeit weder Zustellung noch Benachrichtigung erfolgt sind.

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Paket und Versicherung: 

Wir senden nur versicherte Pakete (Post / DHL). Wir hatten bei unseren Paketen in den letzten Jahren nur in ganz wenigen Fällen Probleme bei der Versandsicherheit. Bei Glasbruch oder Verlust auf dem Transportweg erhalten Sie von uns eine schnelle Rücküberweisung, falls Sie eine Vorauszahlung geleistet haben. Ausnahme: auf besonderen Wunsch ist bis 2 kg für das Ausland das deutlich günstigere (aber unversicherte) Päckchen möglich (der Kunde übernimmt in diesem Fall das Risiko).

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Geschenkkarton und Holzkiste: 

Sie können im Bestellformular einen Geschenkkarton für 1 €  mitbestellen, wenn nicht eine andere Verpackung bereits im Preis enthalten ist. Die üblichen Motive bzgl. der Flaschenform sind:
Weinkeller  (deutsche und Bordeaux-Flasche ...),  Weinblätter  oder  RotGold  (Burgunder-Flasche ...),  Bocksbeutel  ,  Terravini  (2 Flaschen) und  Weinkeller  (3 Flaschen). Bei Flaschen ab etwa 100 €  ist eine  Holzkiste  oder eine  Rundhülse  (Holzdesign) üblicherweise im Preis enthalten. Ansonsten können Sie aber gerne 'mit Holzkiste' oder 'mit Rundhülse' bei 'Sonstiges' im Bestellformular eintragen. Falls passend zu den Maßen der bestellten Flasche vorrätig, berechnen wir dann 6 €  für eine Holzkiste oder Rundhülse. Ein zusätzlicher Geschenkkarton ist in diesem Fall nicht mehr möglich.

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Trinkbarkeit, Geschmack, Lagereigenschaften, Füllstand: 

Nach unserer optischen Einschätzung sind die angebotenen Weine noch trinkbar (unverdorben), allerdings könnte der geschmackliche Höhepunkt, besonders bei den sehr alten Weinen, etwas deutlicher in der Vergangenheit liegen. Auch in diesen Fällen kann ein alter Wein noch angenehm schmecken. Manche Leute mögen den etwas bitteren Geschmack bei fortgeschrittener Alterung, andere eher nicht. Wir möchten daher erwähnen, dass beim Kauf eines alten Weines immer ein gewisses Risiko bezüglich der geschmacklichen Entwicklung besteht, d.h. wir können leider keine Garantie für einen angenehmen Geschmack geben. Kleine Eigenheiten können ggf. aber auch den Charme eines alten Jahrgangsweines, der zumeist auch als symbolisches Geschenk gedacht ist, ausmachen. Negative Rückmeldungen bezüglich der gelieferten Flaschen haben wir bisher nur ganz selten erhalten. Die allgemeine Annahme, ein Wein sei um so besser je älter er ist, stimmt somit nur bedingt, aber gut gelagerte Weine der oberen Qualitätsstufen sind oftmals noch nach Jahrzehnten ausgezeichnet. Extraktreiche Weißweine (Auslesen ...) haben bessere Lagereigenschaften als einfache Qualitätsweine (geringere natürliche Restsüße), und kräftige, tanninreiche Rotweine (gute Bordeaux-Rotweine ...) sind länger haltbar als leichte Rotweine (Beaujolais ...). Auch bei den Rebsorten gibt es Unterschiede bezüglich der Lagereigenschaften, beispielsweise sind Riesling (Deutschlands beste Weißwein-Traube) und Cabernet-Sauvignon (eine Hauptrebsorte der Bordeaux-Rotweine) besonders gut für eine lange Lagerung geeignet. Das in hochwertigen Rotweinen stärker enthaltene Tannin (Gerbstoff) wirkt konservierend und sorgt für die gewünschte Herbe. Da sich dieser Bestandteil im Laufe der Jahre zunehmend absetzt (Depot entsteht), wandelt sich der anfangs herbe Aromakern dieser Rotweine in einen weicheren Geschmack um. Bei einer sehr langen Flaschenreifung ändern sich durch Oxidationsvorgänge verschiedene Komponenten wie Säure, Alkohol und Farbe. Dadurch kann in höherem Weinalter, je nach Lagerung und Lagereigenschaft des Weines, ein etwas bitterer Geschmack (Altersfirn) entstehen, bis zu einem Sherryton. Bei zu starker Ausprägung werden diese Veränderungen oft als unangenehm empfunden, aber bei den guten, extraktreichen Weinen (besonders auch süßere Weißweine) kann sich ein angenehmer Alterston (Edelfirn) mit intensivem Aroma und bittersüßer Würze entwickeln. Während alte Rotweine oft etwas ins Braune verblassen, dunkeln Weißweine zur gleichen Farbe hin nach. Da sich Weine also geschmacklich entwickeln, sollte man bei der Auswahl alter Weine nicht zu sehr die genauen persönlichen Vorlieben einbeziehen, die für junge Weine gelten, sondern auch etwas auf die Lagereigenschaften achten. Die süßen Weißweine sind heute zum Beispiel nicht mehr so beliebt wie früher, aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass diese in höherem Alter angenehm schmecken werden. Zusammenfassend kann man sagen, dass die hochwertigen, körper- bzw. extraktreichen (Gesamtextrakt = Süße + Säure + Tannin ...) Rot- und Weißweine die besten Lagereigenschaften haben. Eine angemessene Lagerung der Weine ist natürlich ebenso wichtig, denn ein gut gelagerter, einfacher Wein wird sich besser halten als ein schlecht gelagerter, hochwertiger Wein. Die liegende Lagerung bei möglichst konstanter Kellertemperatur ist ratsam. Ein Füllstand auf altersgemäß hohem Niveau ist ein Anzeichen für gute Lagerbedingungen. Ein ganz langsamer, geringer Abfall des Füllstandes ist jedoch bei alten Weinen infolge der natürlichen Verdunstung durch den Korken normal. Ein schlechter Füllstand ist meist ein Zeichen für eine deutlich nachlassende Korkqualität. Wenn Sie keine anderen Informationen zu einem unserer Weine erhalten, können Sie davon ausgehen, dass ein altersgemäß guter Füllstand gegeben ist. Ein Infoblatt zu den Themen Lagerung, Füllstand, Depot, Trinktemperatur ... senden wir im Falle einer Bestellung mit dem Wein.

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Depot (Satz) und Weinstein: 

Im Laufe der Jahre werden besonders bei Rotweinen und  Portweinen  (gespritete Rotweine) Veränderungen sichtbar. Einige Stoffe (Tannine, Farbstoffe, ...) setzen sich während der Flaschenreifung als Depot (Satz) ab. Dies ist kein Weinfehler, sondern ein natürlicher Vorgang im Reifeprozess. Tanninreiche Rotweine können durch das Absetzen des herben Tannins (Gerbstoff) an Harmonie gewinnen. Weine mit Satz müssen vor dem Genuss ausreichend lange stehen, damit sich die Schwebstoffe am Boden sammeln können. Das anschließende vorsichtige Umfüllen in eine Karaffe wird als Dekantieren bezeichnet. Dabei wird das Depot vom klaren Wein getrennt. Bei sehr alten Weinen besteht allerdings die Gefahr, dass durch einen zu langen Luftkontakt (zunehmende Oxidation) der Geschmack verloren geht. Daher ist es bei reifen Weinen eher ratsam, mit ruhiger Hand direkt in die Gläser einzuschenken. Depot ist auch bei Weißweinen möglich, tritt aber deutlich weniger auf. Die Entwicklung von Weinstein ist hingegen keine Seltenheit. Bei Weinen aus reifem Lesegut mit hohem Säureanteil entstehen hierbei Kristalle aus Weinsäure (in Verbindung mit Kalzium oder Kalium), vor allem bei kühler Lagerung. Dies ist ein Zeichen für gute Lagereigenschaften und bei vorsichtigem Einschenken unproblematisch. Eine besondere Form ist der ganz feine, weiße Weinstein, der sich bei Erschütterung aufwirbelt. In diesem Fall sollte die Flasche vor dem Genuss ausreichend lange stehen, damit man den klaren Wein eingießen kann. Weinstein ist geschmacklich absolut neutral und gesundheitlich völlig unbedenklich.

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Echtheit, auch ohne Zertifikat: 

Selbstverständlich sind wir davon überzeugt, originale alte Weine anzubieten. Wir sind jedoch der Meinung, dass man eine persönliche Einschätzung nicht als offizielles Echtheitszertifikat darstellen sollte. Wir haben alte Weine, die direkt von Winzern stammen, aber auch Flaschen von Händlern und Sammlern. Es wäre sicherlich kostspielig und kompliziert, sich für jede Flasche die Echtheit von autorisierter Stelle bestätigen zu lassen. Wir finden es daher angemessener, den Kunden ausreichend zu informieren, was wir an dieser Stelle und bei Anfragen gerne machen. Wenn wir einen Wein bereits mit Zertifikat oder einem Zusatzblatt erhalten, geben wir es natürlich weiter. Ansonsten legen wir ein Infoblatt über alte Weine der Lieferung bei.

Neben dem Vertrauen zu unseren Handelspartnern, ist uns die optische Einschätzung einer Flasche natürlich wichtig. Im Idealfall gehören Etikettierung und Kapsel mit Beschriftung, sowie zuletzt der Korken mit Korkbrand erkennbar zueinander. Diese Konstellation ist sicherlich ein guter Beleg für die Echtheit, aber bezüglich des Korkens selbstverständlich nicht vorzeitig festzustellen, wenn man den Originalzustand einer Flasche erhalten möchte. Die heutigen Vorschriften für Korkbrand-Angaben bei deutschen Qualitätsweinen gab es früher allerdings ohnehin nicht und eine Kapsel darf auch heutzutage neutral sein. Es bleibt also der Gesamteindruck, den man von einer alten Flasche hat. Dazu gehören mehr oder minder starke Veränderungen, siehe zum Beispiel bei  Depot und Weinstein , die sich während der Lagerung entwickeln können und Anzeichen für ein gewisses Weinalter sind. Letztlich ist es aber auch eine Vertrauenssache und man sollte nicht den Fehler machen, einen erstklassigen Lagerzustand vorschnell als verdächtig bezüglich des Weinalters einzuschätzen, denn eine sorgfältige Lagerung ist selbstverständlich absolut positiv !

Nun möchten wir auf einen Sonderfall hinweisen, der bei unseren vorrätigen Flaschen allerdings selten vorkommt. Leider kann es vor allem bei sehr alten Flaschen zu einer stark nachlassenden Korkqualität kommen, die sich dann merklich negativ auf den Füllstand und somit die Haltbarkeit auswirkt. Bei frühzeitiger Erkennung kann man durch das Abdichten mit Siegellack oder mit einer fachmännischen Neuverkorkung wieder für bessere Lagerbedingungen sorgen. Da der Originalzustand dann aber leider nicht mehr gegeben ist, möchten wir dies möglichst vermeiden und werden ggf. den Ausnahmefall erwähnen sowie die Flaschen im Vergleich günstiger anbieten. Zudem wird mit einer  Bestätigung  auf das Neuverkorken hingewiesen.

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Das Feld 'Sonstiges' im Bestellformular: 

Es würde das Bestellformular etwas unübersichtlich machen, wenn alle möglichen Varianten direkt wählbar wären. Sie können aber im Feld Sonstiges alle Informationen und Wünsche eintragen, die Ihnen wichtig erscheinen oder zur korrekten Abwicklung zusätzlich benötigt werden. Dazu gehören:
Lieferadresse ist abweichend zur Rechnungsadresse,
Lieferung direkt als Geschenk an die (den) Beschenkte(n) (nicht bei Nachnahme),
Verteilung der Geschenkkartons bei mehreren Flaschen (z.B. für 4 Flaschen: 2 Einer + 1 Zweier),
Holzkiste oder Rundhülse statt Geschenkkarton (falls möglich: Preis = 6 € , siehe auch  oben ),
Unversichertes, internationales Päckchen bis 2 kg (siehe bei  Versandkosten, Päckchen ),
Liefertermin (frühestens ab oder spätestens bis Datum, nur passend zu  Lieferzeit , Zahlungsweise ),
Versand auf Rechnung (nur bei uns bereits bekannten Kunden, Mehrfachbesteller !),
Umsatzsteueridentnummer für EU-gewerbliche Bestellungen (siehe bei  Mehrwertsteuer ),
Bestimmungsland (wenn nicht Deutschland, Österreich oder Schweiz).

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Die Weinliste: 

( www.weinhandel-rau.de/weine.htm  oder  www.jahrgangswein.com/jahrgangswein.htm )

Die Weinliste ist tagesaktuell !
Bei Ausverkauf einer Sorte werden Änderungen schnellstmöglich vorgenommen.

Vorgehensweise für eine BESTELLUNG:
1.) Alle gewünschten Weine mit einem Häkchen markieren (letzte Spalte).
2.) "BESTELLEN" anklicken (an mehreren Stellen der Tabelle möglich).
3.) Das sich dann öffnende Bestellformular sorgfältig ausfüllen (Adresse ...).

( Wichtiger Hinweis: Eine Weinbestellung von / Weinlieferung an
Personen unter 18 Jahren ist ausdrücklich nicht vorgesehen !!! )

Die Preise (inkl. Mehrwertsteuer) gelten für eine Flasche (0.7 bis 0.75 l, wenn nichts Anderes angegeben ist). Die Anzahl vorrätiger Flaschen ist für die jeweilige Sorte im Bestellformular angegeben. Bilder der Flaschen (manchmal auch zusätzliche Informationen) können mit einem Linksklick auf die entsprechende Wein-Nummer (1. Spalte der Liste) geöffnet werden. Wenn der Füllstand einer abgebildeten Flasche nicht deutlich erkennbar ist und auch kein Hinweis erwähnt wird, können Sie immer davon ausgehen, dass ein altersgemäß guter Füllstand gegeben ist. In der Weinliste sind Rotweine rot und Weißweine schwarz geschrieben. Es wird erwähnt, wenn es sich um eine andere Weinsorte, zum Beispiel Likör- oder Portwein, handelt. Die Hauptangaben der Etiketten sind in der Weinliste angegeben. Die Informationen der nachfolgenden Themen sollen bei Einschätzung und Auswahl der Weine etwas behilflich sein. Man könnte an dieser Stelle natürlich hunderte Seiten verfassen, aber wir möchten bei zusätzlichem Interesse auf die bekannten Suchmaschinen verweisen.

Wir bieten Flaschen in altersgemäß gutem Lagerzustand an, die gegen das Licht betrachtet unverdorben erscheinen. Diese vorrätigen Weine schätzen wir als trinkbar ein, d.h. man kann bedenkenlos probieren. Auch wenn der geschmackliche Höhepunkt möglicherweise vergangen ist, kann ein alter Wein noch angenehm schmecken. Negative Rückmeldungen bezüglich der gelieferten Flaschen haben wir bisher nur ganz selten erhalten. Besonders Weine der oberen Qualitätsstufen sind oft noch nach Jahrzehnten ausgezeichnet, allerdings können auch mal Enttäuschungen vorkommen. Wir möchten daher ausdrücklich darauf hinweisen, dass beim Kauf eines alten Weines immer ein gewisses Risiko bezüglich der geschmacklichen Entwicklung besteht, d.h. wir können leider keine Garantie für einen angenehmen Geschmack geben !

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Qualitätsweinstufen in Deutschland: 

(Qualitätsweinstufen in aufsteigender Reihenfolge)
Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA), Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese. Kabinett bis Trockenbeerenauslese sind Qualitätsweine mit Prädikat, bei denen eine Zuckerung des Mostes nicht erlaubt ist. Das Hauptmerkmal für die Klassifizierung deutscher Weine ist ihr natürlicher Zuckergehalt im Most. Die heute noch gültige Maßeinheit ist Öchslegrad, steigend mit der Qualitätsstufe, d.h. eine Trockenbeerenauslese ist sehr süß. Die extraktreichen Prädikatsweine (Auslesen ...) haben die besten Lagereigenschaften. Eiswein ist ein spezieller, süßer Qualitätswein mit Prädikat, der aus gefrorenen Trauben entsteht. Bis zu den 70er Jahren wurden noch die Qualitätsbezeichnungen naturrein (nur natürliche Restsüße, vergleichbar mit Kabinett) und Cabinet (gelungener Wein mit Lagerpotential) verwendet. Bei Weinen unterhalb der Stufe Spätlese oder naturrein hat man früher meist keine Qualitätsbezeichnung auf dem Etikett angegeben.

Für weitere Informationen zu Qualitätsweinstufen in Deutschland  hier  klicken.

Geschmacksangaben werden in Deutschland erst seit Ende der 70er Jahre auf dem Etikett vermerkt. Die Einteilung erfolgt über den Restzuckergehalt bzw. den Restzuckergehalt im Vergleich zur Gesamtsäure. Die verwendeten Begriffe sind: trocken, halbtrocken, lieblich und süß.
Wenn auf dem Etikett nichts steht, handelt es sich meist um einen lieblichen Wein.

Die Bestimmungen für Österreich sind ähnlich zu Deutschland, eine Ausnahme ist der Begriff Ausbruch (auch bei ungarischen Weinen vorkommend). Der hochwertige, süße Ausbruch-Wein stammt aus edelfaulen oder zumindest überreifen, auf natürliche Weise eingetrockneten Beeren. Die Herstellung ist vergleichbar mit einer Trockenbeerenauslese und es gibt Ähnlichkeiten zum qualitätsvollen, süßen Tokajer aus Ungarn.

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Rebsorten: 

In Deutschland werden sortenreine Weine bevorzugt. Eine einzige Rebsorte darf auf dem Hauptetikett dann angegeben werden, wenn diese zumindest 85% Anteil ausmacht. Die häufigsten und besten Rebsorten Deutschlands sind Riesling bei Weißweinen und Spätburgunder bei Rotweinen. Im Gegensatz dazu sind beispielsweise die Bordeaux-Weine eine geschickte Mischung (Cuvée), hauptsächlich aus Cabernet-Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc bei Rotweinen, sowie Sauvignon Blanc, Sémillon und Muscadelle bei Weißweinen. Zumeist sind es nicht mehr als drei bis vier Rebsorten, die eben für den Bodentyp des Gebietes besonders gut geeignet sind. Es können aber auch mehr sein, der Extremfall ist Chateauneuf-du-Pape (bekanntester Wein der Region Rhone) mit sogar 13 zugelassenen Sorten. In Burgund wiederum werden die Weine zumeist aus einer eindeutig dominierenden Rebsorte gekeltert. Das ist bei den Weißweinen Chardonnay und bei den Rotweinen Pinot Noir (Spätburgunder). Folgende erstklassige Rotweintrauben dominieren in anderen wichtigen europäischen Weinregionen: Nebbiolo (Piemont), Sangiovese (Toskana), Tempranillo (Rioja).

Für weitere Informationen zu Rebsorten in Deutschland  hier  klicken.

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Jahrgangswein: 

Jahrgangswein bedeutet, dass der Wein entweder zu 100% oder zu einem Großteil (heutiges Weinrecht: mindestens 85%) aus Trauben des Jahrgangs, der dann auf dem Etikett steht, erzeugt wird. Die meisten Weine werden im Erzeuger- oder Folgejahr abgefüllt. Gute Rotweine reifen oft etwas länger im Fass und werden dann abgefüllt. In den Weingesetzen gibt es beispielsweise eine längere Mindestlagerzeit für Riserva in Italien und Gran Reserva in Spanien. Einige alkoholreiche  Südweine  werden erst nach jahrzehntelanger Fasslagerung abgefüllt. Wir verwenden den Begriff Jahrgangswein natürlich hauptsächlich für die älteren Weine, die jahrgangsbezogen verschenkt werden können.

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Spanien - Reserva und Gran Reserva: 

Diese Weinbezeichnungen für bessere Qualitäten sind den Qualitätsweinen mit kontrollierter Herkunft (DO = Denominación de Origen) vorbehalten. In Italien hat Riserva eine ähnliche weinrechtliche Bedeutung, das französische Réserve jedoch nicht. In Spanien bezeichnet die Angabe einen Wein mit definierten, höheren Anforderungen bezüglich Weinherstellung, Alkoholgehalt und Ausbau. Die Bestimmungen betreffen vor allem Rotweine. Ein spanischer Reserva muss zumindest 36 Monate gereift sein, davon 12 Monate im Eichenfass und 24 Monate in der Flasche. Der hochwertigere Gran Reserva muss zumindest 60 Monate ausgebaut worden sein, davon zumindest 24 Monate im Eichenfass und 36 Monate in der Flasche. Nicht selten sind dies Weine aus den besten Trauben einer Weinlese. Im Gegensatz zu einem Crianza (die Stufe unter Reserva) gibt es bei Reservas und Gran Reservas keine Ausnahmen in Form von Sonderregelungen einzelner Weinbaugebiete. Renommierte Weingüter überschreiten häufig diese Vorgaben. Das Spitzenprodukt Gran Reserva 890 des Weingutes La Rioja Alta reift zum Beispiel 100 Monate im Eichenfass und kommt erst nach 15 Jahren in den Handel.

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Italien - DOC, DOCG, Riserva: 

Seit den 1930er Jahren gab es einige gesetzliche Bestimmungen für Spitzenweine, ansonsten herrschte aber eine gewisse Anarchie in der Weinproduktion. Daher beschloss die italienische Regierung im Jahre 1963 neue Gesetze zur Kontrolle der Weinerzeugung, um die regellose Herstellung zu zügeln. Das Prädikat "Denominazione di Origine Controllata" (DOC) steht seither für Weine, die mit den staatlichen Qualitätsvorschriften übereinstimmen. Die DOC-Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung müssen aus festgelegten Rebsorten bestimmter Anbaugebiete nach festgesetzten Mengen und Methoden verarbeitet und ausgebaut werden. Manche DOC-Zonen produzieren nur einen Wein, andere mehrere Varianten. Als deutschsprachiges Pendant ist für Südtiroler Weine die Bezeichnung QbA (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) zulässig. Die Vorschriften wurden im Laufe der Jahre mehrfach geändert. Später wurde für die allerbesten Weine der DOC-Zusatz "e Garantita" (DOCG) eingeführt, was zur Qualitätsverbesserung entscheidend beitrug. Die DOCG-Weine mit kontrollierter und garantierter Ursprungsbezeichnung repräsentieren die italienische Ehrenklasse, die besonders die Echtheit der hochwertigen Weine garantiert. Barolo, Barbaresco, Vino Nobile di Montepulciano und Brunello di Montalcino konnten das DOCG-Prädikat zuerst verwenden. Der Zusatz Classico bezeichnet traditionelle Gebiete innerhalb eines Bereiches. Liegen Qualitätsmerkmale wie Alkoholgehalt über den gesetzlichen Anforderungen, so darf der Zusatz Superiore verwendet werden, bei längerer Fassreife (2 - 4 Jahre) Riserva. Die Vorstufe zu Riserva ist Vecchio (alt) mit geringeren, die Steigerung ist Riserva Speciale mit noch höheren Anforderungen. Zudem gibt es die Bezeichnung Stravecchio (sehr alt). Im Jahre 1992 erfolgte eine Reform mit dem Ziel, dass die geographische Herkunft der wichtigste Teil der Etikettierung sein soll. Die Weine oder Regionen können flexibel in der Qualitätsstufe auf- und absteigen. Das bedeutet, dass leistungsschwache DOC-Bereiche eliminiert werden. Wenn Weine ihre Qualität fünf Jahre aufrechterhalten haben, wird ihnen der DOC- und nach weiteren fünf Jahren der DOCG-Status zuerkannt. Dies ist auch für Unterbereiche und sogar Einzellagen (vigna) möglich, was als oberster Rang gilt. Es kann auch ein einzelner, hervorragender Markenwein DOCG-Status erlangen.

Zu den hochwertigen Rotweinen bzw. Rotweingebieten, die DOCG-klassifiziert sind gehören u.a.
(in Klammern: Hauptrebsorte, Region): Barbaresco (Nebbiolo, Piemont), Barolo (Nebbiolo, Piemont), Brunello di Montalcino (Brunello, Toskana), Chianti und Chianti-Classico (Sangiovese, Toskana), Carmignano (Sangiovese, Toskana), Gattinara (Nebbiolo bzw. Spanna, Piemont), Ghemme (Nebbiolo, Piemont), Valtellina Superiore mit den Lagen Sassella, Grumello, Inferno (Nebbiolo, Lombardei), Taurasi (Aglianico, Kampanien), Vino Nobile di Montepulciano (Sangiovese, Toskana).

Zu den absoluten Top-Produzenten gehören zum Beispiel:
Antinori, Biondi-Santi, Frescobaldi, Gaja, Giacosa, Ricasoli ...

Super-Toskaner (Tignanello, Sassicaia, Ornellaia):
Diese hochwertigen Rotweine sind eine etwas seltsame Ausnahme im italienischen Weinrecht, denn sie sind keine DOCG-Weine, sondern exzellente Tafelweine (Vini da tavola eccellenti) aus der Toskana. Manche davon übertreffen qualitätsmäßig sogar DOCG-Weine, allerdings auch preislich. Zumeist sind es Weine aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Sangiovese, die reinsortig oder als Cuvée (Mischung) im Barrique-Ausbau hergestellt werden. Als Väter der Super-Toskaner gelten die erstmals Anfang der 1970er-Jahre auf den Markt gebrachten Toskana-Rotweine Tignanello des Wein-Imperiums Antinori und Sassicaia von Incisa. Ornellaia ist ein weiterer Spitzenrotwein. Einige Super-Toskaner bzw. die Gebiete sind mittlerweile als DOC mit geänderten Bedingungen (zum Beispiel zusätzlich zugelassene Rebsorten) klassifiziert worden.

Ein weiterer beliebter Rotwein ist der trockene und leicht bittere (bitter = amaro) Amarone (aus auf Holzrosten getrockneten Trauben) aus dem DOC-Gebiet Valpolicella (Region Venetien). Die süße Variante aus edelfaulen, rosinierten Trauben heißt Recioto. Ähnlich zum Amarone ist der Sforzato (oder Sfursat) aus dem Veltlin (Valtellina). Vin Santo (heiliger Wein, zumeist süße Variante aus weißen Sorten) und Picolit (im Friaul: Colli Orientali del Friuli Picolit) sind hochwertige Dessertweine. Picolit ist eine weiße Rebsorte mit kleinen, sehr süßen, aber nur wenigen ganz reifen Beeren.

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Frankreich - Appellation Controlée, Grand Cru, Premier Cru, ... : 

Appellation Controlée (Kurzbezeichnung: AC):
System für die kontrollierte Herkunftsbezeichnung der französischen Qualitätsweine. Bei einfachen AC-Weinen wird nur das Herkunftsgebiet angegeben, dann folgen diejenigen, bei denen Untergebiete, Lagen, Domaines oder Chateaux genannt werden dürfen. In einigen Gebieten sind spezielle Cru-Klassifizierungen festgelegt, zum Beispiel in den Regionen Bordeaux und Burgund (siehe unten). Innerhalb der AC-Klassen gibt es weitere, aber nicht amtliche Qualitäts-Begriffe. Diese sind je nach Appellation unterschiedlich in Bezeichnung und Stufung.

Grand Cru, Premier Cru, Grand Cru Classé:
Französische Bezeichnungen für die hochwertigen Weine (Grand Cru = Großes Gewächs). Die Bezeichnungen und Rangfolgen sind regional unterschiedlich. Im Gegensatz zu den Bordeaux-Gebieten ist in Burgund der Grand Cru höher eingestuft als der Premier Cru.

Händlerabfüllungen (negociant bottling):
In Bordeaux war es lange üblich, dass die Chateaux ihre Weine auch fassweise an Weinhändler verkauften, welche sie dann selbst in Flaschen abfüllten. Erst seit dem Jahrgang 1972 ist für Crus Classés die Chateau-Abfüllung obligatorisch. In Burgund waren Chateau-Abfüllungen vor 1970 sogar noch seltener zu finden. Die Qualität der Händlerabfüllungen ist unterschiedlich, aber von einigen guten Betrieben konnte die Qualität der Chateau-Abfüllungen sogar übertroffen werden, denn es wurden oft die besten Fässer ausgesucht und zudem hatten große Händler gute finanzielle Mittel für neue (saubere) Abfülltechniken. Einige renommierte Händler der damaligen Zeit: Avery, Barrière, Barton & Gustier, Berry Brothers, Hanappier, Justerini & Brooks, Reidemeister & Ulrichs, Van der Meulen, ...

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Bordeaux: 

Die Einstufung der besten Bordeaux-Weine begann mit der Klassifizierung von 1855, die auch heute noch, bis auf kleine Änderungen, gültig ist. Nachfolgend sind die herausragenden Weine der Gebiete Médoc, Saint-Emilion, Graves, Pomerol und Sauternes aufgelistet.

Médoc: 

Im Bereich Haut-Médoc liegen u.a. folgende bekannte Gemeiden: Margaux, Moulis, Listrac-Médoc, Pauillac, Saint-Estèphe, Saint-Julien. Als einziges nicht im Médoc liegendes Weingut wurde Chateau Haut-Brion aus Graves bei der Bordeaux-Klassifizierung 1855 in die Liste der besten 61 Chateaux aufgenommen.

Premier (1er) Cru Classé:
Chateau Haut-Brion, Chateau Lafite-Rothschild, Chateau Latour, Chateau Margaux, Chateau Mouton-Rothschild.
Deuxième (2e) Cru Classé:
Chateau Brane-Cantenac, Chateau Cos d´Estournel, Chateau Ducru-Beaucaillou, Chateau Durfort-Vivens, Chateau Gruaud-Larose, Chateau Lascombes, Chateau Léoville-Barton, Chateau Léoville-Las-Cases, Chateau Léoville-Poyferré, Chateau Montrose, Chateau Pichon-Longueville Baron, Chateau Pichon-Longueville Comtesse, Chateau Rauzan-Gassies, Chateau Rauzan-Ségla.
Troisième (3e) Cru Classé:
Chateau Boyd-Cantenac, Chateau Calon-Ségur, Chateau Cantenac Brown, Chateau d´Issan, Chateau Desmirail, Chateau Ferrière, Chateau Giscours, Chateau Kirwan, Chateau Lagrange, Chateau La Lagune, Chateau Langoa-Barton, Chateau Malescot Saint-Exupéry, Chateau Marquis d´Alesme-Becker, Chateau Palmer.
Quatrième (4e) Cru Classé:
Chateau Beychevelle, Chateau Branaire, Chateau Duhart-Milon-Rothschild, Chateau La Tour-Carnet, Chateau Lafon-Rochet, Chateau Marquis-de-Terme, Chateau Pouget, Chateau Prieuré-Lichine, Chateau Saint-Pierre, Chateau Talbot.
Cinquième (5e) Cru Classé:
Chateau Batailley, Chateau Belgrave, Chateau Cantemerle, Chateau Clerc Milon, Chateau Cos Labory, Chateau Croizet-Bages, Chateau d´Armailhac, Chateau Dauzac, Chateau de Camensac, Chateau du Tertre, Chateau Grand-Puy Ducasse, Chateau Grand-Puy-Lacoste, Chateau Haut-Bages-Libéral, Chateau Haut-Batailley, Chateau Lynch-Bages, Chateau Lynch-Moussas, Chateau Pédesclaux, Chateau Pontet-Canet.

Die Klasse ist auf dem Etikett eher selten enthalten, sondern oft nur Grand Cru Classé.

Mit dem (allerdings inoffiziellen) Begriff Super-Seconds werden jene 2e-Chateaux bezeichnet, die auf Grund überragender Qualität nahe oder auf 1er-Niveau sind. Bei einer rein theoretischen neuen Klassifizierung würden diese ganz vorne landen. Welche dazu zählen, darüber sind sich die Experten nicht einig, folgende Chateaux werden häufig genannt: Cos-d´Estournel, Ducru-Beaucaillou, Gruaud-Larose, Léoville-Las-Cases, Montrose, Pichon-Longueville Comtesse, Pichon-Longueville Baron und Rauzan-Ségla. Viele Experten meinen auch, dass die 5e-Chateaux Grand-Puy-Lacoste und Lynch-Bages, sowie das 3e-Chateau Palmer die 2e-Einstufung verdienen würden.

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Saint-Emilion: 

Premier (1er) Grand Cru Classé A:
Chateau Ausone, Chateau Cheval Blanc.
Diese zwei Weingüter zählen zu den absoluten Spitzen-Produzenten und können von der Qualität den 1er-Chateaux des Médoc gleichgesetzt werden.
Premier (1er) Grand Cru Classé B:
Chateau Angélus, Chateau Beauséjour, Chateau Beau-Séjour-Bécot, Chateau Belair, Chateau Canon, Chateau Figeac, Chateau La Gaffelière, Chateau Magdelaine, Chateau Pavie, Chateau Trottevieille, Clos Fourtet.
Grand Cru Classé:
Chateau Balestard La Tonnelle, Chateau Bellevue, Chateau Bergat, Chateau Berliquet, Chateau Cadet-Bon, Chateau Cadet-Piola, Chateau Canon-La-Gaffelière, Chateau Cap-de-Mourlin, Chateau Chauvin, Chateau Clos des Jacobins, Chateau Corbin, Chateau Corbin-Michotte, Chateau Couvent des Jacobins, Chateau Curé-Bon (ist 2000 in Chateau Canon aufgegangen), Chateau Dassault, Chateau Faurie-de-Souchard, Chateau Fonplégade, Chateau Fonroque, Chateau Franc-Mayne, Chateau Grandes Murailles, Chateau Grand-Mayne, Chateau Grand-Pontet, Chateau Guadet-Saint-Julien, Chateau Haut-Corbin, Chateau Haut-Sarpe, Chateau La Clotte, Chateau La Clusière, Chateau La Couspaude, Chateau La Dominique, Chateau La Marzelle, Chateau Laniote, Chateau Larcis-Ducasse, Chateau Larmande, Chateau Laroque, Chateau Laroze, Chateau L´Arrosée, Chateau La Serre, Chateau La Tour Figeac, Chateau La Tour-du-Pin-Figeac Giraud-Bélivier, Chateau La Tour-du-Pin-Figeac Moueix, Chateau Le Prieuré, Chateau Matras, Chateau Moulin du Cadet, Chateau Pavie-Decesse, Chateau Pavie-Macquin, Chateau Petit-Faurie-de-Soutard, Chateau Ripeau, Chateau Saint-Georges-Cote-Pavie, Chateau Soutard, Chateau Tertre-Daugay, Chateau Troplong-Mondot, Chateau Villemaurine, Chateau Yon-Figeac, Clos de l´Oratoire, Clos Saint-Martin.
Grand Cru:
Der Unterschied bezüglich Vorgaben ist zu den besseren Grand Cru Classés beträchtlich. Der Mindest-Alkohol-Gehalt muss nur 0,5%Vol über dem der einfachen AC Saint-Emilion liegen, der Ertrag ist etwas geringer gegenüber dieser. Jeder Erzeuger kann den Titel beantragen, was auch von Hunderten genutzt wird. Eigentlich ist es keine Klassifizierung (denn diese Weingüter wurden ja eben "nicht klassifiziert"), sondern eher eine Zusatz-Bezeichnung für die Appellation. Selbstverständlich werden von diesen "nur" Grand-Cru-Chateaux trotzdem sehr gute Weine produziert und diesbezügliche Beispiele sind die exzellenten Chateau la Gomerie, Chateau Monbousquet, Chateau Bellevue-Mondotte, Chateau Mondotte, Chateau Valandraud und Clos Dubreuil.

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Graves: 

In den Jahren 1953 und 1959 wurde für Graves eine eigene Klassifizierung unterteilt in Rotweine und Weißweine eingeführt. Es gibt keine Rangordnung, sondern nur eine alphabetische Reihung.
Die Weine sind als Grands Crus klassifiziert:
Rotweine:
Chateau Bouscaut, Chateau Carbonnieux, Chateau de Fieuzal, Chateau Haut-Bailly, Chateau Haut-Brion (auch 1er Cru in Médoc !), Chateau La Mission Haut-Brion, Chateau La Tour-Haut-Brion, Chateau La Tour-Martillac, Chateau Malartic-Lagravière, Chateau Olivier, Chateau Pape-Clément, Chateau Smith-Haut-Lafitte, Domaine de Chevalier.
Weißweine:
Chateau Bouscaut, Chateau Carbonnieux, Chateau Couhins, Chateau Couhins-Lurton, Chateau La Tour-Martillac, Chateau Laville-Haut-Brion, Chateau Malartic-Lagravière, Chateau Olivier, Domaine de Chevalier.

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Pomerol: 

Erstaunlicherweise gibt es keine Cru-Klassifizierung, es wird aber eine Gruppe von Weingütern als Elite und sinngemäß als Premier Crus anerkannt. Der Spitzenwein vom Chateau Pétrus ist bezüglich Qualität (und auch Preis) den besten von Médoc gleichzusetzen.
Zu den besten und bekanntesten Weingütern zählen:
Chateau Beauregard, Chateau Bonalgue, Chateau Bourgneuf-Vayron, Chateau Clinet, Chateau Certan de May de Certan, Chateau de Sales, Chateau Feytit-Clinet, Chateau L´Eglise-Clinet, Chateau L´Evangile, Chateau Le Pin, Chateau La Conseillante, Chateau Lafleur, Chateau La Fleur-Gazin, Chateau La Fleur-Pétrus, Chateau Lagrange, Chateau La Grave, Chateau Latour à Pomerol, Chateau L´Evangile, Chateau Petit-Village, Chateau Petrus, Chateau Trotanoy, Vieux Chateau Certan.

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Sauternes (edelsüße Weißweine): 

Premier Cru Classé Supérieur:
Chateau D´Yquem (herausragend)
Premiere Cru Classé:
Chateau Climens, Chateau Clos Haut-Peyraguey, Chateau Coutet, Chateau Guiraud, Chateau Lafaurie-Peyraguey, Chateau La Tour Blanche, Chateau Rabaud-Promis, Chateau de Rayne-Vigneau, Chateau Rieussec, Chateau Sigalas-Rabaud, Chateau Suduiraut.
Deuxième Cru Classé: Chateau d´Arche, Chateau Broustet, Chateau Caillou, Chateau Doisy-Daene, Chateau Doisy-Dubroca, Chateau Doisy-Védrines, Chateau Filhot, Chateau Lamothe Despujols, Chateau Lamothe Guignard, Chateau de Malle, Chateau de Myrat, Chateau Nairac, Chateau Romer, Chateau Romer-du-Hayot, Chateau Suau.

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Cru Bourgeois: 

Neben der Cru Classé wurde in Bordeaux als Stufe unter diesen aristokratischen Weingütern eine bürgerliche Klasse geschaffen. Innerhalb der Cru Bourgeois gibt es die Gliederung in die drei Klassifikations-Stufen (absteigend) Cru Exceptionnel, Cru Grand Bourgeois, und Cru Bourgeois. Von der EU wird jedoch nur Cru Bourgeois anerkannt. Die Bourgeois-Weine bedeuten nicht zwangsläufig eine schlechtere Qualität als die Cru Classé, sondern es kommt durchaus vor, dass sie deren Niveau sowohl in der Qualität als auch im Preis erreichen oder sogar übertreffen. Die größten Mengen der Bourgeois-Weine werden in den zwei Gemeinde-Appellationen Moulis und Listrac erzeugt.

Die einfacheren Bordeaux-Weine der Appellation Controlée staffeln sich folgendermaßen (aufsteigend): Bordeaux, Bordeaux-Supérieur, Gebietsname, Gemeinde- oder Ortsname.

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Burgund-Klassifizierung: 

Die Region gliedert sich in fünf Bereiche: Beaujolais, Chablis, Cote Chalonnaise, Cote d´Or (Cote de Beaune, Cote de Nuits), Maconnais. Zu rund 75% werden Weißweine und zu 25% Rot- und Rosé-Weine produziert. Die besten Rotweine wachsen im Gebiet Cote de Nuits (Cote d´Or), zum Beispiel in den Gemeinden Chambolle-Musigny, Gevrey-Chambertin und Vosne-Romanée. Das Weingut Domaine de la Romanée-Conti ist eines der berühmtesten der Welt und produziert einen großartigen Rotwein. Die hervorragenden Weißweine, die zu den besten der Welt zählen, kommen zum Beispiel aus den Bereichen Chablis, Aloxe-Corton, Meursault und Montrachet. Die besten Lagen sind die zwei Qualitätsstufen Grand Cru und Premier Cru. Fast ausnahmslos bilden diese ein langes Band von Weinbergen, die den größten Teil der Hänge am Ostrand der Cote d´Or bedecken und am Morgen der Sonne zugewendet sind.

Grand Cru:
Der Entscheidungs-Prozess, welche der vielen Lagen dieser höchsten Klasse zuzuordnen sind, dauerte sehr lange und war erst im Jahre 1984 abgeschlossen. Außer in Chablis tragen diese Lagen der allerhöchsten Klasse nicht den Namen der jeweiligen Gemeinde. Im 19. Jahrhundert fügten jedoch viele Gemeinden die Bezeichnung der Grand-Cru-Lage dem Ortsnamen hinzu. So wurde zum Beispiel Aloxe zu Aloxe-Corton, Chambolle zu Chambolle-Musigny, Chassagne zu Chassagne-Montrachet, Gevrey zu Gevrey-Chambertin und Vosne zu Vosne-Romanée.
Die Gemeinden mit den in der Klammer angeführten Grand-Cru-Lagen sind:
Aloxe-Corton (Charlemagne, Corton, Corton-Charlemagne), Chablis (Chablis Grand Cru mit sieben Sub-Lagen), Chambolle-Musigny (Bonnes-Mares, Musigny), Flagey-Echezeaux (Echezeaux, Grands Echezeaux), Gevrey-Chambertin (Chambertin, Chambertin-Clos de Bèze, Chapelle-Chambertin, Charmes-Chambertin, Griotte-Chambertin, Latricières-Chambertin, Mazis-Chambertin, Mazoyères-Chambertin, Ruchottes-Chambertin), Chassagne-Montrachet und Puligny-Montrachet (Batard-Montrachet, Bienvenues-Batard-Montrachet, Chevalier-Montrachet, Criots-Batard-Montrachet), Morey-Saint-Denis (Bonnes-Mares, Clos de la Roche, Clos de Tart, Clos des Lambrays, Clos Saint-Denis), Vosne-Romanée (La Grande Rue, La Romanée, La Tache, Richebourg, Romanée-Conti, Romanée-Saint-Vivant) und Vougeot (Clos de Vougeot).

Viele dieser Lagen teilen sich oft zahlreiche Besitzer, bei Clos de Vougeot sind dies zum Beispiel knapp 80 Winzer. Deshalb kann die Qualität recht unterschiedlich sein. Das berühmte Hospices de Beaune ist durch Schenkungen und Erbschaften in den letzten 500 Jahren im Besitz zahlreicher Grand-Cru- und auch Premier-Cru-Lagen.

Premier Cru: Die zweite Qualitätsstufe sind so genannte "erste Lagen". Es liegt in der Natur der Sache, dass auch einige der Premier-Cru-Lagen durchaus Grand-Cru-Qualität entsprechen oder auch darüber stehen können.

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Alkoholverstärkte (gespritete) Südweine: 

In den meisten Fällen soll die Alkoholzugabe die weitere Vergärung des noch vorhandenen Zuckers unterbinden. Südweine sind daher oft süß, müssen es aber nicht unbedingt sein. Sie kommen lediglich aus südlichen Ländern und man versteht pauschal die alkoholreichen Weine (15 - 22 %Vol) wie Portwein, Sherry, Marsala, Madeira und Samos darunter. Südwein kann also ein Dessertwein (süß) sein, wie Portwein oder Madeira, kann aber auch ein Aperitifwein sein, wie trockener Portwein oder Sherry. Bei der Herstellung gibt es erhebliche Unterschiede, zum Beispiel entsteht Portwein meist aus Rotweintrauben (Ausnahme: White Port) und Sherry aus Weißweintrauben. Zudem gibt es viele Sorten und Geschmacksrichtungen. Die Südweine haben meist hervorragende Lagereigenschaften.

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Portwein: 

Portwein wird in der Region Douro (auch Name des Flusses) im Nordwesten Portugals produziert. Den Namen für den Dessertwein gab die Stadt Porto am unteren Flusslauf. Die wichtigste Portwein-Traube ist die rote Touriga Nacional. Die Trauben mit tanninreichen Schalen werden mühsam per Hand gelesen und dann in Körben zu den Weingütern in der Douro-Region transportiert. Die Gärung des maximal halb ausgegorenen Weines wird durch Zusatz von hochprozentigem, geschmacksneutralem Branntwein gestoppt. Die besten Endprodukte haben einen Alkoholgehalt zwischen 19 und 22 %Vol und einen Restzucker zwischen 40 und 60 g/l. Die Weine werden vor dem Reifeprozess durch Geschmacksproben in Gruppen eingeteilt. Diese Einteilung bestimmt den zukünftigen Portwein-Typ. Der Großteil wird einem Verschnitt-Kreislauf unterworfen, was gleichbleibende Qualität gewährleisten soll. Die Reifezeiten im Fass und in der Flasche sind wichtige Qualitätsmerkmale. Nachfolgend sind die wichtigsten Portwein-Sorten aufgelistet:

Vintage Port (Jahrgangs-Portwein):
Der beste Portwein aus besonders guten Trauben eines großen Jahrgangs wird nicht mit anderen Jahrgängen verschnitten. Der Produktionsanteil beträgt nur ein Prozent. Er reift normalerweise 2 - 3 Jahre im Fass und wird danach in Flaschen abgefüllt. Aber erst nach etwa 20 - 30 und auch mehr Jahren Flaschenreifung (es bildet sich viel Depot) gelangt der Vintage Port zu höchster Vollendung, unvergleichlich weich und angenehm süß. LBV (Late Bottled Vintage) ist eine preiswertere Variante des Vintage Port, die 3 - 6 Jahre im Fass oder Tank reift. Besonders ein gefilterter LBV ist schnell trinkreif, hat aber auch nicht die ausgezeichneten Lagereigenschaften des Vintage Port.
Colheita Port:
Colheita bedeutet Ernte oder Lese, im weiteren Sinne auch Jahrgang, d.h. es handelt sich auch um einen hochwertigen Jahrgangs-Portwein. Er reift allerdings zumindest 8 Jahre im Holzfass, oft aber auch viel länger, und ist nach der Flaschenabfüllung schneller genussreif und leichter schmeckend als der Vintage Port. Das Abfülldatum ist meist auf dem Etikett angegeben.
Tawny Port:
Eher allgemeine Bezeichnung für einen Typ, der meist bis 5 Jahre (oder auch deutlich länger) im Fass reift. Er entwickelt mit längerer Reifung die namensgebende gelbbraune Farbe (tawny). Diese Farbe ergibt sich (gegenüber der zumeist rötlich-schwarzen Farbe aller anderen Port-Typen) auch deshalb, weil der Tawny aus leichteren Weinen erzeugt wird, die eine schwächere Farbintensität aufweisen. Es ist immer ein Verschnitt aus mehreren Jahrgängen. Mögliche Jahrgangsangaben bezeichnen einen Hauptanteil, oder Altersangaben (10, 20, 30, 40 Jahre) einen Durchschnittswert. Im Alter gewinnt der Tawny Port spürbar an Geschmeidigkeit und Bukett.
Ruby Port:
Dies ist einer der einfachsten und preiswertesten Portwein-Stile, der nach seiner Farbe benannt ist. Der dunkelrubinrote, süße und fruchtige Wein wird aus mehreren Jahrgängen jüngerer Weine verschnitten und reift 2 - 3 Jahre in Fässern, Zement- oder Stahltanks. Sehr selten ist ein Jahrgang angegeben, der ansonsten für einen besseren Grundwein steht, wie bei Premium Ruby, Vintage Character oder Fine Old Ruby. Vor der Flaschenabfüllung erfolgt eine Filtration (nicht bei Vintage Character) und der Ruby ist dann sofort genussreif. Dieser Weintyp macht den größten Produktionsanteil aus.
White Port:
Dieser Portwein-Typ wird aus weißen Rebsorten gekeltert. Die Herstellung ist ähnlich wie bei den roten Sorten, aber die Maischezeit (Standzeit der gepressten Weintrauben vor der Gärung) ist wesentlich kürzer oder sie entfällt überhaupt. Er reift zumeist 2 - 3 Jahre im Tank, wird in den Varianten trocken bis süß ausgebaut und hat gegenüber den anderen Ports oft einen niedrigeren Alkoholgehalt. Die im Holzfass gereiften Varianten entwickeln eine goldgelbe Farbe und einen Nuss-Geschmack. Der weiße Portwein macht rund 10 - 15% der Produktion aus. Seltener und auch deutlich hochwertiger ist Old White Port. Der Ausbau mit langer Fasslagerung, die Qualität und sogar die Farbe im Alter sind bei Old White Port durchaus mit einem guten, alten Tawny Port vergleichbar.

Bekannte Portweinmarken:
Die Engländer waren an der Portwein-Entwicklung maßgeblich beteiligt.
Daher gehören auch viele englische Firmen zu den bekannten Produzenten:
Dow, Sandeman, Taylor, Graham, Fonseca, Noval, Warre, Niepoort, Cockburn, Croft, Ferreira, Burmester, Kopke, Forrester (Offley), Wiese & Krohn, Smith Woodhouse, Delaforce, Calem, Martinez Gassiot, Real Companhia Velha, Barros, Gould Campbell, Quarles Harris, Osborne, Feist, Andresen, Hutcheson & Feuerheerd, Tuke Holdsworth, Mackenzie ...

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