Weißburgunder

Die weiße Rebsorte Pinot Blanc (Weißburgunder) ist eine Mutation des Pinot Gris (Grauburgunder), der wiederum von Pinot Noir (Spätburgunder) abstammt. Diese Sorten unterscheiden sich durch die Beerenfarbe, sind aber ansonsten genetisch fast identisch. Für eine lange Zeit wurde zwischen Chardonnay und Pinot Blanc, aufgrund der Ähnlichkeit, nicht unterschieden. Chardonnay ist laut DNA-Analysen aber eine eigenständige Sorte, die aus Pinot und Heunisch entstanden ist. Es gibt weitere ähnliche, direkt verwandte Sorten wie Aligoté und Auxerrois, die früher häufig mit Pinot Blanc im Mischsatz angebaut wurden. Die Rebsorte kann auch bei größeren Erträgen hohe Mostgewichte erreichen. Der grünlich-gelbe Wein besitzt zumeist eine gute Harmonie von Frucht und Säure. Er wird auch in der Sekt­produktion verwendet. In deutschen Anbau­gebieten ist Weißburgunder heutzutage beliebter als Pinot Blanc im Burgund. In Italien ist die Sorte als Pinot Bianco sehr beliebt. Größere Flächen belegt sie auch in einigen osteuro­päischen Ländern. Weltweit ist der Bestand aber rückläufig, oftmals wird Pinot Blanc durch Chardonnay ersetzt.

<<  Stichwortliste