Das südlichste deutsche Anbaugebiet Baden wird von den fruchtbaren Böden und dem warmen Klima begünstigt. Es erstreckt sich vom badischen Frankenland (Bereich Tauberfranken) bis in den Süden an die Schweizer Grenze (Bereich Bodensee). Im Norden liegt Heidelberg mit der ältesten deutschen Universität. Etwas weiter nördlich beginnt bei Laudenbach die Badische Weinstraße, welche erst in Weil bei Basel endet. Sie führt am Fuße der Weinberge entlang, ziemlich geradlinig durch die weiteren Weinbaubereiche Badische Bergstraße, Kraichgau, Ortenau, Breisgau, Kaiserstuhl, Tuniberg und Markgräflerland. In den 9 badischen Bereichen gibt es 15 Großlagen und 315 Einzellagen. Das große Gebiet unterscheidet man in Nordbaden und Südbaden. Die Weine sind, bedingt durch die Verschiedenartigkeit der Regionen, sehr vielfältig. In den warmen Bereichen Südbadens wären die Ernten, aufgrund der guten Bedingungen, oftmals zu üppig. Das Ausdünnen an den Rebstöcken limitiert den Ertrag und steigert die Qualität. Spätburgunder ist die am meisten angebaute Rebsorte, häufig vorkommend sind auch Müller-Thurgau, Grauburgunder (Ruländer), Weißburgunder, Riesling und Gutedel. Ein Großteil der Rebflächen wird von Winzern bearbeitet, die Genossenschaften angehören. 1952 wurde die “Zentralkellerei Badischer Winzergenossenschaften” als Verbund mehrerer Genossenschaften gegründet. Heutzutage liefern rund 4000 Winzer ihre Ernte an die riesige Weinkellerei “Badischer Winzerkeller” in Breisach am Kaiserstuhl.