Aloxe-Corton und Corton

Aloxe-Corton ist eine Gemeinde und Anbauzone im Bereich Côte de Beaune in der Region Côte d’Or in Burgund. Die Gemeinde liegt nahe der Côte de Nuits. Einige Weinberge aus dem Ort Aloxe wurden bereits Ende des 7. Jahr­hunderts benannt. Der Name der Spitzen­lage Corton wurde Aloxe 1862 hinzugefügt. Der Corton-Berg mit seinen 20 Climats (Sublagen), mit insgesamt rund 100 Hektar Rebfläche, ist die einzige Grand-Cru-Lage für Rotwein der Côte de Beaune. Corton-Charlemagne ist eine Grand-Cru-Lage für Weißwein mit etwa 50 Hektar Rebfläche. Die Grand-Cru-Lagen sind eigene Appellationen innerhalb der Gemeinde. Die kommunale Anbauzone Aloxe-Corton umfasst etwa 120 Hektar Rebfläche in den Gemarkungen von Aloxe-Corton, Ladoix-Serrigny und Pernand-Vergelesses. Dazu gehören 14 Premier-Cru-Lagen (zweithöchste Burgund-Güteklasse). Auf dem Etikett kann eine Premier-Cru-Einzellage zusammen mit der Gemeinde angegeben werden oder allgemein “Aloxe-Corton 1er Cru”. Die dominierenden Rebsorten sind Pinot Noir für Rotwein und Chardonnay für Weißwein. Unter Angabe der Gemeinde-Appellation werden fast nur Rotweine erzeugt. Die Pinot-Noir-Trauben können voll ausreifen, wenn dem oftmals heißen Sommer kein allzu regenreicher Herbst folgt. Typisch sind dann harmonische, robuste, granat- oder rubinrote Rotweine mit Aromen roter und dunkler Früchte. Das Qualitäts­niveau in der Gemeinde ist hoch, vor allem in den Spitzenlagen.

Die Grand-Cru-Lage Corton liegt in 215 bis 350m Höhe. Auch sie reicht bis in die Gemarkungen von Ladoix-Serrigny und Pernand-Vergelesses. Die West-, Ost- und Südhänge des Corton-Berges sind mit Reben bestockt. Das Waldgebiet auf der Bergkuppe schützt vor kalten Winden und auch Spätfröste kommen hier selten vor. Die Böden bestehen für Pinot Noir vor allem aus rötlichem, eisen­haltigem Mergel und für Chardonnay aus weißlichem Kalkstein (zumeist obere Parzellen). Je nach Höhe gibt es jedoch auch Unterschiede bei der Zusammen­setzung von Gesteins­platten und Boden­auflagen. Zudem wird das Mikroklima durch die Hangaus­richtung beeinflusst und somit wurde die große Rebfläche in Sublagen unterteilt, die für Rotweine auf dem Etikett erwähnt werden dürfen. Sie heißen: Les Bressandes, Le Charlemagne, Les Chaumes, Les Chaumes et la Voierosse, Les Combes, Le Corton, Les Fiètres, Les Grèves, Les Languettes, Les Maréchaudes, Les Meix, Les Meix Lallemand, Clos des Meix, Les Paulands, Les Perrières, Les Pougets, Les Renardes, Le Rognet et Corton, Le Clos de Roi, Les Vergennes und La Vigne au Saint. Für die Erzeugung der Rotweine sind zwar Anteile weiterer Rebsorten zugelassen, aber sie werden üblicher­weise sortenrein aus Pinot Noir erzeugt. Der Mindest-Alkohol­gehalt muss 11,5%vol betragen und das Mostgewicht zumindest 189g/l. Für die Chardonnay-Weißweine gelten 12%vol und 187g/l. Über 60 Produzenten besitzen Corton-Lagenanteile.

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