Barolo

Barolo ist ein Spitzen­rotwein aus Piemont. Der kraft­volle, trockene Rotwein wird sortenrein aus der noblen Rebsorte Nebbiolo erzeugt, die in den Weinbergen der Anbauzone Barolo beste Bedingungen vorfindet. Der Bereich mit etwa 1300 Hektar Rebfläche südlich der Stadt Alba in den Langhe-Bergen gehört zur höchsten italienischen Güteklasse DOCG. Der traditions­reiche Kern­bereich umfasst die Gemeinden Barolo, Castiglione Falletto, La Morra, Monforte d’Alba und Serralunga d’Alba. Teilbereiche liegen in den Gemeinden Cherasco, Diano d’Alba, Grinzane Cavour, Novello, Roddi und Verduno. Ab Mitte des 19. Jahr­hunderts wurde der Barolo trocken ausgebaut und erreichte nachfolgend eine Wert­schätzung, die mit dem Spruch “il re dei vini, il vino dei re” (der König der Weine, der Wein der Könige) zum Ausdruck gebracht wird. Der franzö­sische Önologe Louis Oudart war damals bei der Weiter­entwicklung des Barolo ein wichtiger Berater auf dem Weingut Marchesi di Barolo der Marquesa Giulietta Falletti und auf dem Weingut des Grafen Camillo Benso di Cavour. Die kräftigen Barolo-Weine weisen einen relativ hohen Alkohol-, Tannin- und Säuregehalt auf, sodass der körper­reiche Rotwein sehr lange reifen kann. Er wird üblicher­weise nicht jung getrunken, da es 10 Jahre oder länger dauern kann, bis die herben Tannine milder sind. Die Vorgaben für die Erzeugung wurden im Laufe der Zeit gelegentlich angepasst. Die Mindest-Reifezeit beträgt rund 3 Jahre, davon 18 Monate (früher 2 Jahre) im Holzfass. Für die Zusatz­angabe Riserva, oder früher auch Riserva Speciale, sind insgesamt mindestens 5 Jahre vorge­schrieben und dafür wird zumeist das beste Lesegut verwendet. Der Alkohol­gehalt beträgt mindestens 13%vol. Die Angabe von Barolo-Einzellagen auf dem Etikett ist zulässig.

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