Weinjahrgang 1960

1960 war in den meisten Weinbau-Regionen in Deutschland, Frankreich und Italien ein schwieriger Jahrgang für die Produktion qualitäts­voller Weine mit Lager­potential. Daher sind 1960er Weine, trotz einer relativ hohen Erntemenge für einfache Qualitäten, heutzutage ziemlich rar. Ein eher sonnen­armer, regne­rischer Sommer verhinderte vielerorts eine volle Reife der Trauben. Vor allem in Bordeaux war es ein schlechtes Jahr. Etwas besser waren die Weine im Rhonetal und in Burgund, wo bei hohen Ertägen die Moste mit viel Zucker ange­reichert wurden. Auch in Deutschland reichte allgemein der natürliche Zucker­gehalt der Trauben nur zu einem kleinen Anteil an Spätlesen und sehr selten zu Auslesen (nur etwa 1% der gesamten Produktion). In Italien war 1960 insgesamt nur knapp durch­schnittlich. Bei einer strengen Selektion der Trauben aus guten Lagen konnten in den bekannten Anbauzonen von Piemont, Toskana und Venetien aber auch Weine mit mehr Substanz erzeugt werden. 1960 galt als besseres Jahr in Spanien und für Portweine.

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