Ortega

Die weiße Rebsorte Ortega ist eine Kreuzung aus Müller-Thurgau und Siegerrebe. Sie wurde 1948 an der Bayerischen Landesanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Würzburg gezüchtet. Dr. Hans Breider benannte die Sorte nach einem spanischen Philosophen. Die Sorten­zulassung wurde 1971 erteilt. Die früh reifenden Trauben haben selbst in ungünstigen Jahren zumeist einen hohen Zuckergehalt, allerdings kann der Säuregehalt in einer warmen Reifezeit auch rasch abnehmen. Ortega-Trauben erreichen oft einen Reifegrad für Auslesen. Typisch sind fruchtige Weine mit einem starken Bouquet. Seitdem wieder vermehrt klassische Rebsorten angebaut werden, blieb für Ortega nur noch ein kleiner Anteil der Rebflächen, die vor allem in Rheinhessen und in der Pfalz liegen.

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