Zinfandel

Die rote Rebsorte Zinfandel stammt ursprünglich wohl aus Südost­europa und wurde in den 1820er Jahren aus Österreich nach Long Island (US-Bundesstaat New York) in eine Rebschule gebracht. Der Name könnte durch eine Verwechslung mit der ebenfalls importierten Sorte Zierfandler entstanden sein. Nachdem Zinfandel eine beliebte Tafel­traube im Nordosten der USA wurde, gelangte sie Mitte des 19. Jahr­hunderts nach Kalifornien und der Rotwein wurde ein alltägliches Getränk vieler Goldgräber. Zinfandel war in Kalifornien bis in die 1990er Jahre die dominierende Rebsorte, dann belegte Cabernet Sauvignon noch mehr Rebfläche. Die Sorte wird von Amerikanern auch gerne nur “Zin” genannt. Die Trauben haben eine hohe Beeren­dichte und sind bei Nässe anfällig gegen Fäule. Sortenreine Zinfandel-Rotweine haben zumeist einen hohen Alkohol­gehalt (über 13%vol) und gute Lager­eigenschaften. Typisch ist ein würziges Aroma mit Noten von Zimt, Gewürz­nelken, Pfeffer und Waldfrüchten. 1991 wurde die Vereinigung ZAP (Zinfandel Advocates & Producers) gegründet, um die wichtige Stellung der Rebsorte für die amerika­nische Weinkultur zu würdigen und zu behaupten. Zinfandel wird auch in Australien und Südafrika angebaut.

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