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Jahrgangswein Nr. 197602

1976, Château La Cardonne, Cru Grand Bourgeois, Barons de Rothschild, Médoc, Bordeaux.
Flaschenvolumen: 0.73 l
Füllstand: base of neck (ausgezeichnet für das Alter)
Info-Bild Füllstand
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Alkoholgehalt: keine Angabe (üblich: 12.5%vol)
Flaschenpreis: 82,00 €

1976, Château La Cardonne, Médoc

Die Weingärten von Château La Cardonne in der Gemeinde Blaignan im nördlichen Médoc (Anbaugebiet Bordeaux) bestehen bereits seit dem 17. Jahr­hundert, als die kies-, ton- und kalk­haltigen Böden mit Rebstöcken bepflanzt wurden. Der hier produzierte Rotwein wird konstant zu den besten Cru Bourgeois des Médoc gezählt. Die “bürgerlichen Gewächse” bilden die Oberklasse der Qualitäts­weine, die nicht zu den 1855 eingestuften “Grand Cru Classé” gehören. Château La Cardonne gehörte seit 1973 zu den “Domaines Barons de Rothschild” und wurde bis 1993 von Château Lafite aus verwaltet. Nach einer Umstruk­turierung des 70 Hektar großen Weingutes in den 1980ern, wurde es an die Familie Charloux verkauft. Seit 1993 steht für die Wein­erzeugung auf dem Weingut der größte unter­irdische Weinkeller der Region zur Verfügung, wo bis zu zehn Jahrgänge bis zur Trinkreife gelagert werden können. Château La Cardonne bekennt sich schon seit langer Zeit zu einem nachhaltigen, umwelt­schonenden Weinbau. Die Weinberge (44 Hektar Rebfläche) sind mit den Rebsorten Merlot (50%), Cabernet Sauvignon (45%) und Cabernet Franc (5%) bestockt. Die Reben sind im Durch­schnitt etwa 30 Jahre alt. Der Ausbau des Château La Cardonne erfolgt für 12 bis 16 Monate (je nach Jahrgang) in Barriques aus franzö­sischer Eiche, bevor die Flaschen­reifezeit beginnt. Typisch bei optimaler Trinkreife ist ein eleganter, frucht­betonter, trockener Rotwein mit ausgewogener Fülle, Aromen von reifen schwarzen Johannis­beeren und Pflaumen sowie harmonische, weiche Tannine.

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Das Médoc ist eine Region im Anbau­gebiet Bordeaux. Die dreiecksförmige Halbinsel liegt zwischen dem Atlantik und dem Mündungs­trichter Gironde, der durch den Zusammen­fluss von Garonne und Dordogne gebildet wird. Die Weinberge befinden sich auf einem etwa 80 km langen und 2 bis 5 km breiten Streifen entlang der Gironde, im Süden entlang der Garonne. Das Gebiet wurde früher auch “La Petite Hollande” genannt, weil holländische Fachleute im 17. Jahr­hundert wichtige Dienste für die Trocken­legung und Nutzbarkeit der Böden geleistet haben. Später wurden viele Weingärten angelegt und oftmals zu größeren Weingütern zusammen­gefasst. Das Médoc ist eines der besten Rotwein-Gebiete der Welt. Das milde Klima und viele Weinberge mit tief verwurzelten Rebstöcken auf kargen Kiesböden mit einem guten Wasser­abzug sind sehr vorteilhaft für hohe Qualitäten. Die Region mit einer Gesamt­rebfläche von etwa 15400 Hektar ist in die zwei subregionalen Appellationen Bas‑Médoc (nördlich) und Haut‑Médoc (südlich) unterteilt. Im Haut‑Médoc sind die Weine vielerorts durch besonders kieshaltige Böden noch etwas höher einzustufen, da sie oft mehr Rasse und Finesse haben. Die tanninreichen, fruchtigen, trockenen Rotweine werden vor allem aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon (zumeist Hauptsorte), Merlot und etwas Cabernet Franc im sogenannten Bordeaux-Verschnitt erzeugt. Die Gemeinden Margaux, Pauillac, Saint‑Estèphe, Saint‑Julien, Listrac‑Médoc und Moulis haben im Haut‑Médoc jeweils eine eigene, kommunale Appellation. Besonders in den vier erst­genannten Anbau­zonen werden heraus­ragende Grands Crus (Große Gewächse) produziert. Dazu gehören die welt­bekannten Premier‑Cru-Rotweine der Weingüter Château Lafite-Rothschild, Château Latour, Château Mouton-Rothschild und Château Margaux. Im Bas‑Médoc ist der Merlot-Anteil größer als im Haut‑Médoc. Zumeist wird im nördlichen Médoc nicht “Bas‑Médoc”, sondern “Médoc” als Appellation angegeben. Viele der großartigen Weingüter im Médoc haben auch bemerkens­werte Bauwerke.

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