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1976, Pommard, Appellation Contrôlée, Veuve Aubert Ainé, Burgund.
Flaschenvolumen: 0.75 l
Füllstand:
ca. 3,5cm bis zur Kapsel (noch sehr gut für das hohe Alter)

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Alkoholgehalt: keine Angabe (üblich: ca. 13%vol)
Flaschenpreis: 84,00 €
Pommard ist eine Gemeinde im Bereich Côte de Beaune an der Côte d´Or im Burgund. Die kommunale Anbauzone umfasst rund 340 Hektar Rebfläche. Der Orden der Zisterzienser besaß hier bereits im 12. Jahrhundert Weingärten. Der Geistliche Claude Arnoux schrieb 1728 in seinem Buch über den Weinbau im Burgund schon hochlobend über Pommard. Es werden fast ausschließlich Rotweine sortenrein aus Pinot Noir gekeltert. Die hohe Qualität und der einprägsame Gemeinde-Name haben den Rotwein der “Appellation Pommard Contrôlée” international bekannt gemacht. Es gibt 28 Premier-Cru-Lagen (zweithöchste Burgund-Güteklasse) mit insgesamt rund 120 Hektar Rebfläche. Auf dem Etikett wird eine Premier-Cru-Einzellage hinter Pommard genannt oder allgemein “Pommard 1er Cru”. Zu den besten Lagen der Gemeinde zählen Chanlins, Épenots, Fremiers, Jarolières, Pézerolles und Rugiens.
Die rote Rebsorte Pinot Noir (Spätburgunder) gehört zu den noblen Sorten. Die alte Rebsorte hat eine große Klonvielfalt entwickelt, dazu gehören Pinot Gris (Grauburgunder) und Pinot Blanc (Weißburgunder). Sie wurde früher in Frankreich gerne für Rosé-Weine verwendet, hatte aber noch nicht den hohen Stellenwert. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Pinot Noir zur dominierenden Rebsorte für die großen Burgund-Rotweine, hauptsächlich in der Region Côte d’Or, wo sie von den Kalksteinböden und dem kontinentalen Klima profitiert. Die Sorte ist besonders dafür geeignet, das typische Terroir einer Lage in den Wein einzubringen. Charakteristisch für den Rotwein ist eine intensive, rubinrote Farbe und ein vollmundiger, kräftiger Geschmack mit harmonischen Säuren und Tanninen. Die körperreichen Rotweine aus guten Lagen haben viel Lagerpotential.
Appellation Contrôlée (AC) ist ein System für die kontrollierte Herkunftsbezeichnung französischer Qualitätsweine. Die vollständige Bezeichnung lautet “Appellation d’Origine Contrôlée” (AOC) und 2009 wurde stattdessen, mit Bezug auf die EU-Weingesetzgebung, die Kategorie “Appellation d’Origine Protégée” (AOP) als geschützte Ursprungsbezeichnung eingeführt. Das Appellations-System umfasst die Güteklassen für die besten Weine. Das wichtigste Kriterium ist die Herkunft (Region, Bereich, Gemeinde) der Trauben. Kommunale Appellationen sind höher bewertet als regionale Appellationen. Die höchsten Einstufungen (Crus Classés = Klassifizierte Gewächse) sind für begrenzte Rebflächen (Lage, Château oder Domaine) unter Berücksichtigung des Terroirs (Bodenbeschaffenheit und Mikroklima) möglich. Die je nach Appellation zu beachtenden Richtlinien beziehen sich auf Weinart (Rotwein, Weißwein, Rosé), zugelassene Rebsorten, Weingartenpflege, Reifegrad der Trauben, Alkoholgehalt, Vinifikation (Art der Weinbereitung) und Produktionsmenge. Eine Qualitätsprüfung ist seit 1974 Voraussetzung für die Vermarktung der Weine unter der Appellations-Angabe. Bei der Produktion von Landweinen (Vin de Pays, IGP) mit regionalem Charakter gelten hingegen weniger strenge Vorgaben und Tafelweine (Vin de Table, Vin Ordinaire, Vin de France) sind einfache Konsumweine ohne genaue Herkunftsangabe.