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Jahrgangswein Nr. 197608

1976, Rüdesheimer Berg Roseneck, Riesling, Auslese, Weingut Michael Schön, Rheingau.
Auszeichnung: Goldene Preismünze Hessen 1978.
Flaschenvolumen: 0.7 l
Füllstand: ca. 2,5cm bis zur Kapsel (ausgezeichnet für das Alter)
Info-Bild Füllstand
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Alkoholgehalt: keine Angabe (üblich: ca. 8‑10%vol)
Flaschenpreis: 78,00 €

1976, Rüdesheimer Berg Roseneck, Riesling, Auslese

Rüdesheimer Berg Roseneck ist eine sehr gute Einzellage in der Großlage Burgweg im Rheingau. Die steilen, südlich ausge­richteten Lagen am Rüdesheimer Berg zählen zu den besten im Anbau­gebiet und haben eine uralte Geschichte. Riesling ist die Haupt­rebsorte. Berg Roseneck umfasst 27 Hektar mit einem sehr steilen, steinigen westlichen Abschnitt und einem flacheren östlichen Abschnitt mit tief­gründigen Lösslehm­böden. Der Name Roseneck (früher: Rosenhecke) ist ein Hinweis auf Wildrosen, die an den Fels­vorsprüngen wachsen.

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Riesling gehört zu den besten weißen Rebsorten der Welt. Ursprünglich entstand wohl am Rhein aus einer klein­beerigen, frost­beständigen Wildrebe und einer Traminer­art, die vermutlich die Römer mitbrachten, eine Rebsorte mit erhöhtem Qualitäts­niveau. Riesling entwickelte sich dann aus einer natürlichen Kreuzung dieser Ausgangs­sorte mit der alten Rebsorte Heunisch, von der wahr­scheinlich die Spätreife und das Säure­potential stammt. Riesling braucht sehr wohl Wärme und viel Licht, aber auch Kühle zwischendurch. Ohne eine Reife­verzögerung durch kältere Herbst­nächte verlieren die Beeren schnell an Säure und entwickeln nicht die typischen Frucht­aromen. Ausgezeichnete Bedingungen für Riesling in nördlichen Weinbau-Ländern bieten unter anderem südlich ausge­richtete, steinige Steillagen mit einer guten Wärme­speicherung entlang der Flusstäler, zum Beispiel steile Schiefer­hänge an Mosel und Rhein. Riesling kann feinste, rassige Weine mit Frucht­aromen hervor­bringen, die häufig mit Apfel, Aprikose und Pfirsich beschrieben werden. Eine Harmonie von Säure zum Gesamt­extrakt bei nicht zu hohem Alkohol­gehalt zeichnet sie aus. Rieslinge haben genügend Extrakt für eine lange Lagerung, gute Prädikats­weine schmecken oft noch nach Jahrzehnten. Bei alten Rieslingen entwickelt sich häufig ein Mandelton und durch den fortge­schrittenen Säureabbau schmecken sie milder. Die Farbe kann sich von blassgelb zu goldgelb wandeln und in hohem Alter noch ein wenig dunkler werden.

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Auslese ist eine Bezeichnung für Weine aus vollreifen und zum Teil auch edelfaulen Trauben, die bei der Weinlese ausgesucht (ausgelesen) werden. Es ist zudem möglich, dass einzelne unreife Beeren per Hand aussortiert werden. Ausreichend gute Klima­bedingungen sind notwendig, um vollreife Trauben mit hohem Zucker­gehalt in einer späten Weinlese ernten zu können. Mit dem Zucker­gehalt steigt die Dichte des Trauben­mostes und der erreichbare Alkohol­gehalt, je nach Weinstil und angestrebter Restsüße. Das Mostgewicht deutscher Auslesen muss mindestens 100°Oechsle (Ausnahme für Riesling: 95°Oechsle) betragen. Extraktreiche Auslesen, besonders vollreife Rieslinge, haben ausge­zeichnete Lager­eigenschaften.

Prädikatsweinstufen in Deutschland:
Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Eiswein, Trockenbeerenauslese.
(Güteklassen in aufsteigender Reihenfolge)

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Das Weingut Michael Schön befindet sich in Rüdesheim-Aulhausen im Rheingau. Die Familie Schön betreibt schon seit Generationen Weinbau und das Weingut hat einen sehr guten Ruf. Der Winzermeister Klaus Schön übernahm 1989 die Leitung von seinem Vater Michael. Die Weingärten befinden sich überwiegend in ausge­zeichneten Rüdesheimer Steillagen, wie Berg Roseneck, Bischofsberg, Drachenstein und Schlossberg. Die Parzellen der Familie Schön sind nur mit den klassischen Sorten Riesling und Spätburgunder bestockt. Die Trauben werden sorgfältig per Handlese ausgewählt und dann sehr schonend verarbeitet, mit einem hohen Qualitäts­anspruch. In der Gutsschenke “Zum Schöne Michel” werden die qualitäts­vollen Rot‑ und Weißweine serviert.

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In Deutschland gibt es Auszeichnungen für sehr gelungene Weine von Landwirt­schafts­kammern der Bundes­länder, Weinbau-Verbänden der Anbau­gebiete und der Deutschen Landwirt­schafts-Gesellschaft (DLG). Die entsprechenden Flaschen­aufkleber geben nicht den Jahrgang der Weinlese an, sondern das Jahr der Weinprobe für die eingereichten Weine. Bronze, Silber und Gold (oder Großer Preis der DLG) haben die Bedeutungen von sehr gut, ausgezeichnet und perfekt. Besonders die geschmackliche Fülle und Substanz der silber und gold (groß) prämierten, extrakt­reichen Weine steht auch für gute Lager­eigenschaften.

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