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Jahrgangswein Nr. 197608

1976, Bopparder Hamm Engelstein, Riesling, Beerenauslese, Weingut Heinrich Müller, Mittelrhein.
Auszeichnung: Großer Preis DLG.
Flaschenvolumen: 0.7 l
Füllstand: ca. 3cm bis zur Kapsel (sehr gut für das Alter)
Info-Bild Füllstand
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Alkoholgehalt: keine Angabe (üblich: ca. 8‑10%vol)
Flaschenpreis: 104,00 €

1976, Bopparder Hamm Engelstein, Riesling, Beerenauslese

Das Weingut Heinrich Müller in Spay im Anbau­gebiet Mittelrhein wurde unter dem Namen Matthias Müller (Sohn von Heinrich) fortgeführt. Die Familie Müller betreibt schon seit rund 350 Jahren Weinbau. Das renommierte Weingut ist Mitglied im VDP (Verband Deutscher Prädikats­weingüter) mit erstklassigen Rebflächen (12 Hektar) im Bopparder Hamm, der mehrere Einzellagen (wie Engelstein, Feuerlay und Mandelstein) umfasst. Diese imposanten Schiefer­steillagen (Große Lagen des VDP) mit südlicher Ausrichtung auf der linken Rheinseite, im malerischen Tal der Loreley, sind großartig für feinste, mineralische Rieslinge von hoher Qualität. Die Steilhänge werden sorgfältig mit viel mühsamer Handarbeit gepflegt.

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Riesling gehört zu den besten weißen Rebsorten der Welt. Ursprünglich entstand wohl am Rhein aus einer klein­beerigen, frost­beständigen Wildrebe und einer Traminer­art, die vermutlich die Römer mitbrachten, eine Rebsorte mit erhöhtem Qualitäts­niveau. Riesling entwickelte sich dann aus einer natürlichen Kreuzung dieser Ausgangs­sorte mit der alten Rebsorte Heunisch, von der wahr­scheinlich die Spätreife und das Säure­potential stammt. Riesling braucht sehr wohl Wärme und viel Licht, aber auch Kühle zwischendurch. Ohne eine Reife­verzögerung durch kältere Herbst­nächte verlieren die Beeren schnell an Säure und entwickeln nicht die typischen Frucht­aromen. Ausgezeichnete Bedingungen für Riesling in nördlichen Weinbau-Ländern bieten unter anderem südlich ausge­richtete, steinige Steillagen mit einer guten Wärme­speicherung entlang der Flusstäler, zum Beispiel steile Schiefer­hänge an Mosel und Rhein. Riesling kann feinste, rassige Weine mit Frucht­aromen hervor­bringen, die häufig mit Apfel, Aprikose und Pfirsich beschrieben werden. Eine Harmonie von Säure zum Gesamt­extrakt bei nicht zu hohem Alkohol­gehalt zeichnet sie aus. Rieslinge haben genügend Extrakt für eine lange Lagerung, gute Prädikats­weine schmecken oft noch nach Jahrzehnten. Bei alten Rieslingen entwickelt sich häufig ein Mandelton und durch den fortge­schrittenen Säureabbau schmecken sie milder. Die Farbe kann sich von blassgelb zu goldgelb wandeln und in hohem Alter noch ein wenig dunkler werden.

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Beerenauslese ist eine Bezeichnung für hochwertige Weine aus überreifen und zum Teil auch edelfaulen Beeren, die von Hand ausgelesen werden. Nur in einer ausreichend sonnen­reichen Reifezeit mit schönen Herbsttagen sind die Bedingungen gegeben, um die überreifen Beeren mit hohem Zucker­gehalt in einer späten Weinlese zu ernten. Mit dem Zucker­gehalt steigt die Dichte des Trauben­mostes und der erreichbare Alkohol­gehalt, je nach Weinstil und angestrebter Restsüße. Das Mostgewicht deutscher Beeren­auslesen muss mindestens 120°Oechsle betragen. Beerenauslesen sind ziemlich süß und intensiv im Geschmack. Wegen ihrer konzen­trierten Inhalts­stoffe haben sie Lager­potential für Jahrzehnte.

Prädikatsweinstufen in Deutschland:
Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Eiswein, Trockenbeerenauslese.
(Güteklassen in aufsteigender Reihenfolge)

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In Deutschland gibt es Auszeichnungen für sehr gelungene Weine von Landwirt­schafts­kammern der Bundes­länder, Weinbau-Verbänden der Anbau­gebiete und der Deutschen Landwirt­schafts-Gesellschaft (DLG). Die entsprechenden Flaschen­aufkleber geben nicht den Jahrgang der Weinlese an, sondern das Jahr der Weinprobe für die eingereichten Weine. Bronze, Silber und Gold (oder Großer Preis der DLG) haben die Bedeutungen von sehr gut, ausgezeichnet und perfekt. Besonders die geschmackliche Fülle und Substanz der silber und gold (groß) prämierten, extrakt­reichen Weine steht auch für gute Lager­eigenschaften.

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