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1985, Château Marquis d’Alesme-Becker, Grand Cru Classé, Margaux, Bordeaux.
Flaschenvolumen: 0.75 l
Füllstand:
into neck (perfekt)

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Alkoholgehalt: 12%vol
Flaschenpreis: 69,00 €
Château Marquis d’Alesme-Becker ist ein sehr gutes Weingut in der Anbauzone Margaux (Bereich Haut‑Médoc, Anbaugebiet Bordeaux). Es wurde 1585 von François d’Alesme, einem Berater von König Heinrich III. von Frankreich, gegründet und die ersten Weingärten wurden rund 20 Jahre später angelegt. Heutzutage umfasst die Rebfläche etwa 15 Hektar. 1809 verkaufte die Familie d’Alesme das Weingut an einen niederländischen Weinhändler, der den Namen Becker hinzufügte. Château Marquis d’Alesme-Becker wurde 1855 als Grand Cru Classé in die dritte Klasse der besten Bordeaux-Weingüter eingestuft und 1859 wurde das wunderschöne Gutshaus erbaut, umgeben von einer Parkanlage. In den schwierigen Jahrzehnten mit den großen Reblaus-Schäden in Frankreichs Weinbergen und den späteren Kriegen wechselten die Besitzer mehrmals. Seit 1955 führte die Familie Zuger das Weingut wieder zurück zu den sehr guten Qualitäten, die von dem ausgezeichneten Terroir ermöglicht werden. Die sandigen Lehm-Kalkstein-Böden sind reich an Kieselsteinen. Die sonnenverwöhnten Lagen an der Mündung zur Gironde erhalten auch eine etwas abkühlende Brise. Seit 2006 gehört das Weingut der Familie Perrodo, die auch Château Labégorce in der Anbauzone Margaux besitzt. Seither wurde eine nachhaltige, biodynamische Bewirtschaftung der Weinberge auf einem hohen Niveau integriert. Die Hauptsorten in den Weingärten sind Cabernet Sauvignon und Merlot. Petit Verdot und Cabernet Franc belegen nur kleine Anteile. Die Rebsorten sind in den jeweils optimal passenden Parzellen gepflanzt. Die Reben sind im Durchschnitt rund 40 Jahre alt. Die Weinlese erfolgt nur per Hand. Der Grand‑Cru-Rotwein stammt von selektierten Trauben der älteren Reben und reift zumindest 12 bis maximal 18 Monate in Barriques. Typisch in den besten Lagerjahren ist ein eleganter, körperreicher, trockener Rotwein mit feinen Tanninen und reifen Aromen dunkler Früchte.
Das Médoc ist eine Region im Anbaugebiet Bordeaux. Die dreiecksförmige Halbinsel liegt zwischen dem Atlantik und dem Mündungstrichter Gironde, der durch den Zusammenfluss von Garonne und Dordogne gebildet wird. Die Weinberge befinden sich auf einem etwa 80 km langen und 2 bis 5 km breiten Streifen entlang der Gironde, im Süden entlang der Garonne. Das Gebiet wurde früher auch “La Petite Hollande” genannt, weil holländische Fachleute im 17. Jahrhundert wichtige Dienste für die Trockenlegung und Nutzbarkeit der Böden geleistet haben. Später wurden viele Weingärten angelegt und oftmals zu größeren Weingütern zusammengefasst. Das Médoc ist eines der besten Rotwein-Gebiete der Welt. Das milde Klima und viele Weinberge mit tief verwurzelten Rebstöcken auf kargen Kiesböden mit einem guten Wasserabzug sind sehr vorteilhaft für hohe Qualitäten. Die Region mit einer Gesamtrebfläche von etwa 15400 Hektar ist in die zwei subregionalen Appellationen Bas‑Médoc (nördlich) und Haut‑Médoc (südlich) unterteilt. Im Haut‑Médoc sind die Weine vielerorts durch besonders kieshaltige Böden noch etwas höher einzustufen, da sie oft mehr Rasse und Finesse haben. Die tanninreichen, fruchtigen, trockenen Rotweine werden vor allem aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon (zumeist Hauptsorte), Merlot und etwas Cabernet Franc im sogenannten Bordeaux-Verschnitt erzeugt. Die Gemeinden Margaux, Pauillac, Saint‑Estèphe, Saint‑Julien, Listrac‑Médoc und Moulis haben im Haut‑Médoc jeweils eine eigene, kommunale Appellation. Besonders in den vier erstgenannten Anbauzonen werden herausragende Grands Crus (Große Gewächse) produziert. Dazu gehören die weltbekannten Premier‑Cru-Rotweine der Weingüter Château Lafite-Rothschild, Château Latour, Château Mouton-Rothschild und Château Margaux. Im Bas‑Médoc ist der Merlot-Anteil größer als im Haut‑Médoc. Zumeist wird im nördlichen Médoc nicht “Bas‑Médoc”, sondern “Médoc” als Appellation angegeben. Viele der großartigen Weingüter im Médoc haben auch bemerkenswerte Bauwerke.