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1985, Château Potensac, Appellation Contôlée, Médoc, Bordeaux.
Flaschenvolumen: 0.75 l
Füllstand:
base of neck bis into neck (ausgezeichnet)

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Alkoholgehalt: keine Angabe (ca. 12.5%vol)
Flaschenpreis: 57,00 €
Château Potensac liegt in der Gemeinde Ordonnac im Bereich Médoc im Anbaugebiet Bordeaux. Das angesehene Weingut wurde 2003 als “Cru Bourgeois Exceptionnel” eingestuft und zählt zu den besten Erzeugern unterhalb der Güteklasse “Grand Cru Classé”. Château Potensac gehört zu den Domaines Delon, die auch die ausgezeichneten Weingüter Château Leoville - Las Cases in Saint-Julien und Château Nenin in Pomerol betreiben. Château Potensac ist schon seit dem 18. Jahrhundert im Besitz der Familie Delon und deren Vorfahren. Jean‑Hubert Delon erbte das Weingut von seiner Großmutter Georgette Liquard. Die hochgelegene Rebfläche im Westen der Gemeinde Ordonnac umfasst heutzutage rund 60 Hektar. Die besonders guten Böden werden geprägt von Kalkstein sowie oberen Schichten aus Kies und Lehm mit einem hohen Anteil von Kieselsteinen. Die Bedingungen begünstigen die Erzeugung sehr langlebiger Rotweine. Die Weingärten sind mit den Hauptsorten Cabernet Sauvignon und Merlot sowie Cabernet Franc bepflanzt. Die Reben sind im Durchschnitt rund 40 Jahre alt, die ältesten Parzellen der Cabernet-Sorten bestehen schon seit etwa 80 Jahren und ergeben immer noch ein hochwertiges Lesegut perfekter Reife. Die Mischung der drei Rebsorten variiert je nach Jahrgang. Die Reifezeit in Barriques dauert etwa bis zu 16 Monate. Der qualitätsvolle Château Potensac ist im Stil ein reichhaltiger, trockener, klassischer Médoc-Rotwein mit intensiven, komplexen Aromen und dichten Tanninen. Der Zweitwein des Weingutes heißt Chapelle de Potensac.
Appellation Contrôlée (AC) ist ein System für die kontrollierte Herkunftsbezeichnung französischer Qualitätsweine. Die vollständige Bezeichnung lautet “Appellation d’Origine Contrôlée” (AOC) und 2009 wurde stattdessen, mit Bezug auf die EU-Weingesetzgebung, die Kategorie “Appellation d’Origine Protégée” (AOP) als geschützte Ursprungsbezeichnung eingeführt. Das Appellations-System umfasst die Güteklassen für die besten Weine. Das wichtigste Kriterium ist die Herkunft (Region, Bereich, Gemeinde) der Trauben. Kommunale Appellationen sind höher bewertet als regionale Appellationen. Die höchsten Einstufungen (Crus Classés = Klassifizierte Gewächse) sind für begrenzte Rebflächen (Lage, Château oder Domaine) unter Berücksichtigung des Terroirs (Bodenbeschaffenheit und Mikroklima) möglich. Die je nach Appellation zu beachtenden Richtlinien beziehen sich auf Weinart (Rotwein, Weißwein, Rosé), zugelassene Rebsorten, Weingartenpflege, Reifegrad der Trauben, Alkoholgehalt, Vinifikation (Art der Weinbereitung) und Produktionsmenge. Eine Qualitätsprüfung ist seit 1974 Voraussetzung für die Vermarktung der Weine unter der Appellations-Angabe. Bei der Produktion von Landweinen (Vin de Pays, IGP) mit regionalem Charakter gelten hingegen weniger strenge Vorgaben und Tafelweine (Vin de Table, Vin Ordinaire, Vin de France) sind einfache Konsumweine ohne genaue Herkunftsangabe.
Das Médoc ist eine Region im Anbaugebiet Bordeaux. Die dreiecksförmige Halbinsel liegt zwischen dem Atlantik und dem Mündungstrichter Gironde, der durch den Zusammenfluss von Garonne und Dordogne gebildet wird. Die Weinberge befinden sich auf einem etwa 80 km langen und 2 bis 5 km breiten Streifen entlang der Gironde, im Süden entlang der Garonne. Das Gebiet wurde früher auch “La Petite Hollande” genannt, weil holländische Fachleute im 17. Jahrhundert wichtige Dienste für die Trockenlegung und Nutzbarkeit der Böden geleistet haben. Später wurden viele Weingärten angelegt und oftmals zu größeren Weingütern zusammengefasst. Das Médoc ist eines der besten Rotwein-Gebiete der Welt. Das milde Klima und viele Weinberge mit tief verwurzelten Rebstöcken auf kargen Kiesböden mit einem guten Wasserabzug sind sehr vorteilhaft für hohe Qualitäten. Die Region mit einer Gesamtrebfläche von etwa 15400 Hektar ist in die zwei subregionalen Appellationen Bas‑Médoc (nördlich) und Haut‑Médoc (südlich) unterteilt. Im Haut‑Médoc sind die Weine vielerorts durch besonders kieshaltige Böden noch etwas höher einzustufen, da sie oft mehr Rasse und Finesse haben. Die tanninreichen, fruchtigen, trockenen Rotweine werden vor allem aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon (zumeist Hauptsorte), Merlot und etwas Cabernet Franc im sogenannten Bordeaux-Verschnitt erzeugt. Die Gemeinden Margaux, Pauillac, Saint‑Estèphe, Saint‑Julien, Listrac‑Médoc und Moulis haben im Haut‑Médoc jeweils eine eigene, kommunale Appellation. Besonders in den vier erstgenannten Anbauzonen werden herausragende Grands Crus (Große Gewächse) produziert. Dazu gehören die weltbekannten Premier‑Cru-Rotweine der Weingüter Château Lafite-Rothschild, Château Latour, Château Mouton-Rothschild und Château Margaux. Im Bas‑Médoc ist der Merlot-Anteil größer als im Haut‑Médoc. Zumeist wird im nördlichen Médoc nicht “Bas‑Médoc”, sondern “Médoc” als Appellation angegeben. Viele der großartigen Weingüter im Médoc haben auch bemerkenswerte Bauwerke.