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Jahrgangswein Nr. 198604

1986, Château Ste. Michelle, Johannisberg Riesling, Washington.
Flaschenvolumen: 0.75 l
Füllstand: ca. 3cm bis zur Kapsel (noch sehr gut für das Alter)
Info-Bild Füllstand
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Alkoholgehalt: 11.8%vol
Flaschenpreis: 39,00 €

1986, Château Ste. Michelle, Johannisberg Riesling

Château Ste. Michelle ist ein angesehener Weinerzeuger im Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA. Der Ursprung liegt im Jahr 1934, als nach der Prohibition die National Wine Company in Seattle gegründet wurde. Damals wurden in Washington allerdings nur sirupartige Fruchtweine produziert. 20 Jahre später entstand aus Fusionen die Firma American Wine Growers und begann mit der Wein­erzeugung aus Weinreben. Die Rebflächen in Washington liegen fast nur östlich der Kaskaden-Gebirgskette. In den Weinbergen mischen sich vulkanische Böden mit Schichten aus Kies und Sand. Hier herrscht im Vergleich zum Küsten­gebiet ein kontinentales Klima, das deutlicher schwankende Temperaturen mit heißen Tagen und auch kühleren Nächten bietet. Der überwiegend herrschenden Trockenheit in den Weingärten wird durch Bewässerung aus nahen Flüssen begegnet, die im Jahres­verlauf auch klima­regulierend wirken. Die Region entwickelte sich zur Heimat europäischer Rebsorten, die in den Flusstälern ihre komplexen Aromen in einer nicht zu schnellen Reifezeit bilden können. Die Hauptsorten in Washingtion sind Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah sowie Chardonnay und Riesling. In den 1960er Jahren wurde aus dem Markennamen Sainte Michelle das heutige Weinbau-Imperium mit einer gesamten Rebfläche von über 1000 Hektar. Château Ste. Michelle gehörte zu den Vorreitern bei der Erzeugung hoher Qualitäten und ein 1967 präsentierter Cabernet Sauvignon gilt als erster Spitzenwein aus Washington. Das Weingut wurde auch zum Pionier für Rieslinge, die 1965 zunächst versuchs­weise angebaut wurden und seit den 1970ern zählt Ste. Michelle zu den ausge­zeichneten Riesling-Produzenten. Die Weinkellerei des Unternehmens befindet sich in Woodinville im Großraum Seattle. Gegen Ende der 1970er Jahre und in den 1980ern überzeugten sich zunehmend Besucher von dem hohen Qualitäts­niveau, das damals nur von Kalifornien bekannt war. Auch große Firmen, wie Microsoft, wurden Kunden von Château Ste. Michelle. Das heutige Sortiment umfasst eine große Vielfalt sorten­reiner Qualitäts­weine, die häufig ausgezeichnet wurden. Château Ste. Michelle zeigt konstant mit echtem Wein­handwerk das Quantität und sehr gute Qualität zu fairen Preisen vereinbar sind.

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Riesling gehört zu den besten weißen Rebsorten der Welt. Ursprünglich entstand wohl am Rhein aus einer klein­beerigen, frost­beständigen Wildrebe und einer Traminer­art, die vermutlich die Römer mitbrachten, eine Rebsorte mit erhöhtem Qualitäts­niveau. Riesling entwickelte sich dann aus einer natürlichen Kreuzung dieser Ausgangs­sorte mit der alten Rebsorte Heunisch, von der wahr­scheinlich die Spätreife und das Säure­potential stammt. Riesling braucht sehr wohl Wärme und viel Licht, aber auch Kühle zwischendurch. Ohne eine Reife­verzögerung durch kältere Herbst­nächte verlieren die Beeren schnell an Säure und entwickeln nicht die typischen Frucht­aromen. Ausgezeichnete Bedingungen für Riesling in nördlichen Weinbau-Ländern bieten unter anderem südlich ausge­richtete, steinige Steillagen mit einer guten Wärme­speicherung entlang der Flusstäler, zum Beispiel steile Schiefer­hänge an Mosel und Rhein. Riesling kann feinste, rassige Weine mit Frucht­aromen hervor­bringen, die häufig mit Apfel, Aprikose und Pfirsich beschrieben werden. Eine Harmonie von Säure zum Gesamt­extrakt bei nicht zu hohem Alkohol­gehalt zeichnet sie aus. Rieslinge haben genügend Extrakt für eine lange Lagerung, gute Prädikats­weine schmecken oft noch nach Jahrzehnten. Bei alten Rieslingen entwickelt sich häufig ein Mandelton und durch den fortge­schrittenen Säureabbau schmecken sie milder. Die Farbe kann sich von blassgelb zu goldgelb wandeln und in hohem Alter noch ein wenig dunkler werden.

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