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Jahrgangswein Nr. 198607

1986, Château de Roquetaillade Le Bernet, Appellation Contrôlée, Graves, Bordeaux.
Flaschenvolumen: 0.75 l
Füllstand: base of neck bis into neck (ausgezeichnet für das Alter)
Info-Bild Füllstand
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Alkoholgehalt: 12,6%vol
Flaschenpreis: 60,00 €

1986, Château Roquetaillade Le Bernet, Graves

Château Roquetaillade Le Bernet ist ein traditions­reiches Weingut im Bereich Graves im Anbau­gebiet Bordeaux. Das Schloss Roquetaillade in der Gemeinde Mazères wurde im 14. Jahr­hundert erbaut. Die Rebfläche des Weingutes gehört zu den ältesten in der Region. Die lehmigen, kiesreichen Böden sind vor allem mit den roten Sorten Cabernet Sauvignon und Merlot bepflanzt. Die weißen Sorten Sauvignon Blanc und Sémillon belegen einen kleineren Anteil. Der klassische, trockene, rote “Grand Vin” von Château Roquetaillade Le Bernet ist körperreich, hat komplexe Aromen und weiche Tannine. Das Weingut ist ein Besitz der Vignobles Guignard. Zu den weiteren Weingütern gehören Chateau Roquetaillade La Grange in Graves sowie Château Le Bernet im Médoc.

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Appellation Contrôlée (AC) ist ein System für die kontrollierte Herkunfts­bezeichnung französischer Qualitäts­weine. Die voll­ständige Bezeichnung lautet “Appellation d’Origine Contrôlée” (AOC) und 2009 wurde stattdessen, mit Bezug auf die EU-Weingesetz­gebung, die Kategorie “Appellation d’Origine Protégée” (AOP) als geschützte Ursprungs­bezeichnung eingeführt. Das Appellations-System umfasst die Güteklassen für die besten Weine. Das wichtigste Kriterium ist die Herkunft (Region, Bereich, Gemeinde) der Trauben. Kommunale Appellationen sind höher bewertet als regionale Appellationen. Die höchsten Einstufungen (Crus Classés = Klassifizierte Gewächse) sind für begrenzte Rebflächen (Lage, Château oder Domaine) unter Berück­sichtigung des Terroirs (Boden­beschaffen­heit und Mikroklima) möglich. Die je nach Appellation zu beachtenden Richtlinien beziehen sich auf Weinart (Rotwein, Weißwein, Rosé), zugelassene Rebsorten, Weingarten­pflege, Reifegrad der Trauben, Alkohol­gehalt, Vinifikation (Art der Wein­bereitung) und Produktions­menge. Eine Qualitäts­prüfung ist seit 1974 Voraus­setzung für die Vermarktung der Weine unter der Appellations-Angabe. Bei der Produktion von Landweinen (Vin de Pays, IGP) mit regionalem Charakter gelten hingegen weniger strenge Vorgaben und Tafelweine (Vin de Table, Vin Ordinaire, Vin de France) sind einfache Konsumweine ohne genaue Herkunftsangabe.

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Der Bereich Graves im Anbaugebiet Bordeaux hat eine sehr lange Weinbau-Historie. Die Römer haben hier bereits im 1. Jahr­hundert Reben kultiviert. Das uralte, sehr gute Weingut Château Pape Clément wurde etwa im Jahr 1300 vom späteren Papst Clemens V. gegründet. Der Name Graves stammt aus dem Mittelalter und bezieht sich auf die kieshaltigen Böden (terre graveleuse). Die Kieselsteine speichern die Sonnenwärme und geben sie in der Nacht an die Reben ab. Dies fördert die Trauben­reife. Etwa zwei Drittel der Weingärten sind mit roten und ein Drittel mit weißen Rebsorten bestockt. Es ist außer­gewöhn­lich, dass erstklassige Rot‑ und Weißweine (inkl. Süßweine) in einer Anbauzone produziert werden. Die Rebflächen befinden sich auf einem etwa 50 Kilometer langen Gebiet südlich von Bordeaux am linken Ufer der Garonne. Die an Bordeaux angrenzende Zone Pessac‑Léognan (früher Haut-Graves) erhielt 1987 eine eigene Appellation. Dort befinden sich die besten Weingüter von Graves, besonders das heraus­ragende Château Haut-Brion (Premier Cru Classé von Bordeaux). 1959 wurde eine Klassifi­zierung für die besten Weingüter von Graves fertig­gestellt, die seit 1953 nur für Rotweine galt. Es ist keine Rangliste, sondern eine alpha­betische Angabe der Spitzen­weingüter mit dem Status Cru Classé de Graves oder mit der Angabe Grand Cru de Graves. Die Rotweine werden vor allem aus den Sorten Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc erzeugt, wobei die Cuvées (Mischungen) bei den Weingütern recht verschieden sein können. Typisch sind robuste Rotweine mit präsenten Tanninen und Aromen roter Früchte. Die klassische Weißwein-Kombination besteht aus den Sorten Sauvignon Blanc, Sémillon und Muscadelle. Die Weißweine werden überwiegend trocken ausgebaut. Liebliche Weiß­weine mit einem etwas höheren Alkohol­gehalt werden zumeist als “Graves Supérieures” vermarktet. Für edelsüße Weißweine sind im Süden von Graves die Anbauzonen Barsac, Cérons und Sauternes eingebettet.

Cru Classé de Graves in der heutigen Zeit: Château Bouscaut (Rot und Weiß), Château Carbonnieux (Rot und Weiß), Domaine de Chevalier (Rot und Weiß), Château Couhins (Weiß), Château Couhins-Lurton (Weiß), Château de Fieuzal (Rot), Château Haut-Bailly (Rot), Château Haut-Brion (Rot), Château Latour-Martillac (Rot und Weiß), Château Malartic-Lagravière (Rot und Weiß), Château La Mission Haut-Brion (Rot), Château Olivier (Rot und Weiß), Château Pape Clément (Rot), Château Smith Haut Lafitte (Rot).

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