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Jahrgangswein Nr. 199603

1996, Château Paloumey, Cru Bourgeois, Haut‑Médoc, Bordeaux.
Flaschenvolumen: 0.75 l
Füllstand: into neck (perfekt)
Info-Bild Füllstand
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Alkoholgehalt: 12.5%vol
Flaschenpreis: 48,00 €

1996, Château Paloumey, Haut‑Médoc

Château Paloumey ist ein Weingut in Ludon-Médoc im Süden der Anbauzone Haut‑Médoc im Anbau­gebiet Bordeaux. Es gehörte bis zur Reblaus-Katastrophe gegen Ende des 19. Jahr­hunderts zu den gut etablierten Weingütern der Region, aber in den folgenden Jahrzehnten mit den schwierigen Kriegszeiten kam es zu keiner erfolg­reichen neuen Bepflanzung der Weingärten und der Weinbau wurde aufgegeben. 1989 erwarb die Wein­macherin Martine Cazeneuve das Anwesen mit dem alten Château und in Partner­schaft mit der Familie Savare, Eigentümer von Château Franc Mayne in Saint‑Émilion, startete schritt­weise der Wieder­aufbau des Weingutes mit einer neuen Kellerei, einem Fassreife­keller und dem Anlegen von Rebflächen mit großer Sorgfalt für einen hohen Qualitäts­anspruch. Die Weingärten befinden sich in ausge­zeichneten Lagen mit feinen, kiesreichen, teils sandigen Böden, hauptsächlich in Ludon-Médoc, nahe des Spitzen­weingutes Château La Lagune, sowie etwa 10 Hektar in Cussac-Fort-Médoc, südlich der Anbauzone Saint-Julien. Der Gesamtbesitz des Weingutes umfasst rund 40 Hektar. Die Hauptsorten in den Weingärten für die klassische Rotwein-Mischung des Haut‑Médoc sind Cabernet Sauvignon und Merlot. Kleine Anteile belegen Cabernet Franc und Petit Verdot. Das Lesegut für den qualitäts­vollen, eleganten Hauptwein Château Paloumey wird streng selektiert. Typisch ist eine Reifezeit von etwa 12 Monaten in Barriques. Schon im Laufe der 1990er Jahre konnte von einem erfolg­reichen Neustart gesprochen werden. Das Ansehen stieg in den 2000ern und mittler­weile wird Château Paloumey zu den besten Weingütern in den Güteklassen der Cru Bourgeois gezählt. Seit 2015 wird das Weingut von Martine’s Sohn Pierre Cazeneuve geleitet und seither biologischer Weinbau betrieben.

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Das Médoc ist eine Region im Anbau­gebiet Bordeaux. Die dreiecksförmige Halbinsel liegt zwischen dem Atlantik und dem Mündungs­trichter Gironde, der durch den Zusammen­fluss von Garonne und Dordogne gebildet wird. Die Weinberge befinden sich auf einem etwa 80 km langen und 2 bis 5 km breiten Streifen entlang der Gironde, im Süden entlang der Garonne. Das Gebiet wurde früher auch “La Petite Hollande” genannt, weil holländische Fachleute im 17. Jahr­hundert wichtige Dienste für die Trocken­legung und Nutzbarkeit der Böden geleistet haben. Später wurden viele Weingärten angelegt und oftmals zu größeren Weingütern zusammen­gefasst. Das Médoc ist eines der besten Rotwein-Gebiete der Welt. Das milde Klima und viele Weinberge mit tief verwurzelten Rebstöcken auf kargen Kiesböden mit einem guten Wasser­abzug sind sehr vorteilhaft für hohe Qualitäten. Die Region mit einer Gesamt­rebfläche von etwa 15400 Hektar ist in die zwei subregionalen Appellationen Bas‑Médoc (nördlich) und Haut‑Médoc (südlich) unterteilt. Im Haut‑Médoc sind die Weine vielerorts durch besonders kieshaltige Böden noch etwas höher einzustufen, da sie oft mehr Rasse und Finesse haben. Die tanninreichen, fruchtigen, trockenen Rotweine werden vor allem aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon (zumeist Hauptsorte), Merlot und etwas Cabernet Franc im sogenannten Bordeaux-Verschnitt erzeugt. Die Gemeinden Margaux, Pauillac, Saint‑Estèphe, Saint‑Julien, Listrac‑Médoc und Moulis haben im Haut‑Médoc jeweils eine eigene, kommunale Appellation. Besonders in den vier erst­genannten Anbau­zonen werden heraus­ragende Grands Crus (Große Gewächse) produziert. Dazu gehören die welt­bekannten Premier‑Cru-Rotweine der Weingüter Château Lafite-Rothschild, Château Latour, Château Mouton-Rothschild und Château Margaux. Im Bas‑Médoc ist der Merlot-Anteil größer als im Haut‑Médoc. Zumeist wird im nördlichen Médoc nicht “Bas‑Médoc”, sondern “Médoc” als Appellation angegeben. Viele der großartigen Weingüter im Médoc haben auch bemerkens­werte Bauwerke.

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