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Weininfo

Jahrgangswein Nr. 200105

2001, Mouton Cadet, Réserve, Baron Philippe de Rothschild, Appellation Contrôlée, Médoc, Bordeaux.
Flaschenvolumen: 0.75 l
Füllstand: into neck (perfekt)
Info-Bild Füllstand
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Alkoholgehalt: 12.5%vol
Flaschenpreis: 39,00 €

2001, Mouton Cadet, Réserve, Médoc 2001, Mouton Cadet, Réserve, Médoc, Foto 2

Mouton-Cadet ist ein Markenwein des Produzenten Baron Philippe de Rothschild S.A. aus Pauillac im Médoc (Anbau­gebiet Bordeaux). Das Aushängeschild des Unternehmens ist der berühmte Premier-Cru-Rotwein Château Mouton-Rothschild. Im Jahre 1932 wurde mit dem Mouton‑Cadet ein Versuch gestartet, auch einen weniger kostspieligen Rothschild-Wein zu vermarkten. Cadet bedeutet Junior oder Jüngster und wurde auf Philippe bezogen, dem damals jüngsten Sohn der Familie. Mouton‑Cadet zählt, wie zum Beispiel auch die Baron-Philippe-Collection, nach den teueren Grand-Cru-Weinen zur zweiten Produkt­linie des Hauses. Die Marke entwickelte sich zum absoluten Bordeaux-Bestseller. Die Weine werden in den Kellereien der “La Baronnie“ (früher “La Bergerie”) erzeugt. Es werden dabei Trauben verwendet, die zwar insgesamt nicht für die Ansprüche der Premium­weine ausreichen würden, aber dennoch sehr gute Rothschild-Weine ergeben. Die Mouton-Cadets (Rouge, Blanc und Rosé) werden in der Güteklasse “Appellation Bordeaux Contrôlée” vermarktet, früher wurde der Rouge unter der regionalen Appellation Médoc produziert. Der Rotwein wurde bis 2004 mit den Rebsorten­anteilen 55% Cabernet Franc, 30% Cabernet Sauvignon und 15% Merlot gekeltert, doch nachfolgend wurde die Mischung deutlich geändert, um mit einem Haupt­anteil Merlot einen weicheren, fruchtigeren Stil für den Mouton‑Cadet zu etablieren.

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Réserve ist in Frankreich eine Zusatz­bezeichnung für Weine mit einem höheren Qualitäts­anspruch und mehr Lager­potential. Für die Erzeugung ist vor allem das vollreife Lesegut aus guten Jahrgängen geeignet. Der Begriff hat jedoch nicht die weinrecht­liche Bedeutung wie Riserva in Italien und Reserva in Spanien.

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Appellation Contrôlée (AC) ist ein System für die kontrollierte Herkunfts­bezeichnung französischer Qualitäts­weine. Die voll­ständige Bezeichnung lautet “Appellation d’Origine Contrôlée” (AOC) und 2009 wurde stattdessen, mit Bezug auf die EU-Weingesetz­gebung, die Kategorie “Appellation d’Origine Protégée” (AOP) als geschützte Ursprungs­bezeichnung eingeführt. Das Appellations-System umfasst die Güteklassen für die besten Weine. Das wichtigste Kriterium ist die Herkunft (Region, Bereich, Gemeinde) der Trauben. Kommunale Appellationen sind höher bewertet als regionale Appellationen. Die höchsten Einstufungen (Crus Classés = Klassifizierte Gewächse) sind für begrenzte Rebflächen (Lage, Château oder Domaine) unter Berück­sichtigung des Terroirs (Boden­beschaffen­heit und Mikroklima) möglich. Die je nach Appellation zu beachtenden Richtlinien beziehen sich auf Weinart (Rotwein, Weißwein, Rosé), zugelassene Rebsorten, Weingarten­pflege, Reifegrad der Trauben, Alkohol­gehalt, Vinifikation (Art der Wein­bereitung) und Produktions­menge. Eine Qualitäts­prüfung ist seit 1974 Voraus­setzung für die Vermarktung der Weine unter der Appellations-Angabe. Bei der Produktion von Landweinen (Vin de Pays, IGP) mit regionalem Charakter gelten hingegen weniger strenge Vorgaben und Tafelweine (Vin de Table, Vin Ordinaire, Vin de France) sind einfache Konsumweine ohne genaue Herkunftsangabe.

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Das Médoc ist eine Region im Anbau­gebiet Bordeaux. Die dreiecksförmige Halbinsel liegt zwischen dem Atlantik und dem Mündungs­trichter Gironde, der durch den Zusammen­fluss von Garonne und Dordogne gebildet wird. Die Weinberge befinden sich auf einem etwa 80 km langen und 2 bis 5 km breiten Streifen entlang der Gironde, im Süden entlang der Garonne. Das Gebiet wurde früher auch “La Petite Hollande” genannt, weil holländische Fachleute im 17. Jahr­hundert wichtige Dienste für die Trocken­legung und Nutzbarkeit der Böden geleistet haben. Später wurden viele Weingärten angelegt und oftmals zu größeren Weingütern zusammen­gefasst. Das Médoc ist eines der besten Rotwein-Gebiete der Welt. Das milde Klima und viele Weinberge mit tief verwurzelten Rebstöcken auf kargen Kiesböden mit einem guten Wasser­abzug sind sehr vorteilhaft für hohe Qualitäten. Die Region mit einer Gesamt­rebfläche von etwa 15400 Hektar ist in die zwei subregionalen Appellationen Bas‑Médoc (nördlich) und Haut‑Médoc (südlich) unterteilt. Im Haut‑Médoc sind die Weine vielerorts durch besonders kieshaltige Böden noch etwas höher einzustufen, da sie oft mehr Rasse und Finesse haben. Die tanninreichen, fruchtigen, trockenen Rotweine werden vor allem aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon (zumeist Hauptsorte), Merlot und etwas Cabernet Franc im sogenannten Bordeaux-Verschnitt erzeugt. Die Gemeinden Margaux, Pauillac, Saint‑Estèphe, Saint‑Julien, Listrac‑Médoc und Moulis haben im Haut‑Médoc jeweils eine eigene, kommunale Appellation. Besonders in den vier erst­genannten Anbau­zonen werden heraus­ragende Grands Crus (Große Gewächse) produziert. Dazu gehören die welt­bekannten Premier‑Cru-Rotweine der Weingüter Château Lafite-Rothschild, Château Latour, Château Mouton-Rothschild und Château Margaux. Im Bas‑Médoc ist der Merlot-Anteil größer als im Haut‑Médoc. Zumeist wird im nördlichen Médoc nicht “Bas‑Médoc”, sondern “Médoc” als Appellation angegeben. Viele der großartigen Weingüter im Médoc haben auch bemerkens­werte Bauwerke.

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